Die Jury

Die Jury
Sophie Maintigneux, Anne Misselwitz und Jana Marsik (v.l.n.r.)

Sophie Maintigneux
Bereits zum siebten Mal ist Sophie Maintigneux, eine der renommiertesten europäischen Bildgestalterinnen, Jurymitglied dieses einzigartigen Nachwuchspreises. Die Französin ist seit 1984 als freie Bildgestalterin tätig. Sie arbeitete mit Regisseur_innen wie Eric Rohmer, Jean-Luc Godard, Michael Klier, Jan Schütte und Helga Reidemeister. Für über 70 Spiel- und Dokumtenarfilme hat sie hinter der Kamera gestanden. Neben zahlreichen anderen Preisen erhielt sie den Deutschen Kamerapreis bereits zweimal: 2003 für den Dokumentarfilm Damen und Herren ab 65 (R: Lilo Mangelsdorff) und 2009 für Die dünnen Mädchen (R: Maria Teresa Camoglio). Sophie Maintigneux ist nach langen Jahren an der dffb nun seit 2011 als Professorin für Bildgestaltung an der Kunsthochschule für Medien in Köln tätig.

Jana Marsik
Jana Marsik, 1974 in Kiel geboren, lernte 1996 bei einem Film-Workshop in Boston den Umgang mit einer Bolex-Kamera und drehte erste Kurzfilme. Zurück in Deutschland, studierte sie an der HFF "Konrad Wolf" Film- und Fernsehkamera und arbeitet seitdem als Bildgestalterin für Regisseure wie Detlev Buck, Lars Büchel, Leander Haußmann oder Christian Zübert. 2002 gewann sie für die Filme Long Shot und Schlorkbabies an der Raststätte den Förderpreis des Deutschen Kamerapreises. 2009 erhielt sie den Bayerischen Filmpreis für die Bildgestaltung von Same Same but Different und Lippels Traum, für den sie auch für den Deutschen Filmpreis nominiert wurde. Der Dokumentarfilm Roku Rokâ - Hand in Hand, für dessen Regie, Produktion und Bildgestaltung sie verantwortlich zeichnet, feierte seine Premiere 2009 bei den Internationalen Hofer Filmtagen.

Veranstaltungshinweis: Werkstattgespräch Bildgestaltung:
21. April 2012, 11-16 Uhr, Odeon Kino: Sophie Maintigneux im Gespräch mit Jana Marsik (mit Publikumsbeteiligung).

Anne Misselwitz
Anne Misselwitz wurde 1977 in Jena geboren, wo sie aufwuchs und zur Schule ging. Die Lust am nomadischen Leben entdeckte sie schon sehr früh und zog als Sechzehnjährige für ein Jahr nach Stockholm, Aufenthalte in Mexiko und Guatemala folgten. Von 1998 bis 2001 studierte sie am London College of Communication Film und Video. Mit szenischen und dokumentarischen Kurzfilmen auf 8 und 16 mm, sowie den damals üblichen Videoformaten sammelte sie ihre ersten Filmerfahrungen. Ihr BA-Abschlussfilm Zwielicht (2001) - ein Regie-Kamera-Projekt - brachte sie dann aus London zurück nach Berlin. Dort begann sie 2002 an der Hochschule für Film und Fernsehen "Konrad Wolf" in Potsdam Kamera zu studieren. 2007 schloss sie das Studium mit ihrem Diplomfilm Der Die Das (Regie: Sophie Narr; 2008) ab, für den sie auf dem IFFF mit dem Dortmunder Preis für Bildgestalterinnen 2009 im Bereich Dokumentarfilm ausgezeichnet wurde. Als Kamerafrau mit Leib und Seele und einer besonderen Leidenschaft für das dokumentarische Arbeiten, sucht Anne Misselwitz auch immer wieder die Herausforderung in Regie-Kamera-Projekten (z.B. Belgrad Backspin (2005). Zu ihren jüngeren Arbeiten zählen Kümmel baut (R: Paul Hadwiger), Wir sitzen im Süden (R: Martina Priessner) und Ich hab auch Kopf, ich hab auch Fuß (R: Bianka Bertram).