Praxis-Seminar Filmfinanzierung

Juliane Thevissen Claudia, Droste-Deselaers, Jutta Krug

»WIE VIEL GELD FÜR WIE VIEL FILM?«
MIT JULIANE THEVISSEN, CLAUDIA DROSTE-DESELAERS, JUTTA KRUG


Mittwoch, 13. April – Donnerstag, 14. April 2011
10 bis 17 Uhr
(inkl. Mittagessen)
Harenberg City-Center
Königswall 21
44137 Dortmund

WAS: Wie entwickele ich die richtige Finanzierungs-Strategie für meinen Film?
FÜR WEN: Produzentinnen, Regisseurinnen, Dokumentarfilmerinnen

Eine IHK-Teilnahmebescheinigung wird ausgestellt.
Teilnehmerzahl: 12 Personen (Restplätze werden an Observerinnen vergeben)

Deadline für die Einreichung des Projektes: Freitag, 25. März. 2011

Wie finanziert man einen Film? Ob fiktional oder dokumentarisch: Diese Frage steht sehr bald nach der Ideenentwicklung auf dem Programm. Welchen Stellenwert hat ein Projekt auf dem Markt, welche Partner lassen sich gewinnen und wie glaubwürdig und stichhaltig ist das Konzept? Wer Geldgeber gewinnen will, muss gewisse Regeln befolgen und Erwartungen erfüllen. Einen sehr konkreten und praxisorientierten Einblick gibt dieses Seminar.

Ablauf und Inhalte:
Das zweitägige Seminar bietet die Möglichkeit, ein eigenes Projekt einzureichen, das im Verlauf des Workshops in punkto Finanzierung »auf Herz und Nieren« geprüft wird. Eingereicht werden sollte: eine Projektbeschreibung, die Beschreibung des Projekt-Status, Genre, Länge und Ideen zur Finanzierung. Außerdem eine kurze Bio- bzw. falls vorhanden Filmografie.

1. Seminartag: Juliane Thevissen bespricht anhand der eingereichten Projekte die jeweiligen Finanzierungsmöglichkeiten: Sie gibt den Teilnehmerinnen Methoden und Beurteilungsmaßstäbe an die Hand, spricht über Kooperationspartner, Förderer, Sender, vermittelt das Grundwissen der Finanzierung und bespricht Abläufe und Anforderungen der jeweiligen Geldgeber.

2. Seminartag: Claudia Droste-Deselaers und Jutta Krug gehen mit den Teilnehmerinnen die vorliegenden Projekte durch, zeigen Möglichkeiten, Bedingungen, Erwartungen und »No-Gos« auf und klären gemeinsam mit den Teilnehmerinnen alle Fragen zum Thema Filmförderung bzw. Sendeanstalten. Anschließend stehen sie den Filmemacherinnen für individuelle Fragen zur Verfügung. Juliane Thevissen unterstützt und begleitet sie dabei und vertritt in den Gesprächen die Seite der Produzentin.

Vorbereitung:
Grundvoraussetzung für die Teilnahme ist ein Projekt. Der Entwicklungsstand des Projektes kann von einer vertieften Idee zu einem Projekt bis zum Drehbuch gehen.

Juliane Thevissen begann ihre filmische Laufbahn Anfang der 90er Jahre in Berlin. Seitdem war sie bei diversen Fernsehund Kinoproduktionen wie DEAR WENDY, BEARS KISS oder LAMMBOCK als Produktions- oder Herstellungsleiterin tätig. Nach langjähriger Arbeit als Produzentin und geschäftsführende Gesellschafterin bei RheinFilm gründete sie im vergangenen Jahr die thevissen filmproduktion. Mit der Weltpremiere ihres Kinofilms ZARTE PARASITEN auf dem Filmfestival in Venedig 2009 feierte sie große Erfolge. Der Film lief weltweit auf vielen großen Festivals. Weitere Kinospielfilme, Fernsehfilme und Dokumentationen sind in der Entwicklung. www.thevissenfilm.de

Claudia Droste-Deselaers sammelte nach Abschluss ihres Studiums an der HFF in München zunächst Verleiherfahrung beim Columbia Tri-Star-Filmverleih. Als Siegerin des »Großen Nachwuchspreises der GWFF« für Jungproduzenten ging sie 1993 in die USA und arbeitete für das US-Studio Fox Inc. und bei HPO Independent Productions. Nach ihrer Rückkehr ins Rheinland war sie Redakteurin in der Programmredaktion, später Ressortleiterin Koordination und persönliche Referentin und Büroleiterin des Programmdirektors bei RTL. Von 1999 bis 2010 war sie Prokuristin und schließlich stellvertretende Geschäftsführerin der Filmstiftung NRW und leitete die Abteilung Projektförderung.

Jutta Krug ist seit Februar 2005 beim WDR für den langen Dokumentarfilm zuständig. Als Redakteurin und Reporterin war sie ab 1992 – dem Gründungsjahr – in Straßburg für ARTE tätig. Im Jahr 2000 wechselte sie nach Köln in die ARTE-Redaktion des WDR, wo sie Themenabende und diverse dokumentarische Formate entwickelte. Dokumentarfilme aus ihrer Redaktion wurden vielfach ausgezeichnet und sind regelmäßig auf allen großen Festivals vertreten (Beispiele: HEIMWEH NACH DEN STERNEN von Patricio Guzmán, NOBODY’S PERFECT von Niko von Glasow und KINSHASA SYMPHONY von Claus Wischmann).