IFFF Dortmund | Köln 2019 unter neuer Leitung

© Julia Reschucha

Wir freuen uns, unsere neue Festivalleiterin Maxa Zoller vorstellen zu können. Ab Oktober übernimmt sie diese Position von Silke J. Räbiger, die dem IFFF 30 Jahre lang verbunden gewesen ist. Das erste Festival unter Zollers Leitung findet vom 9. - 14. April 2019 in Dortmund statt.

Silke J. Räbiger kam 1983 aus Hamburg nach Dortmund, wo sie 1986 Teil des Festivalteams wurde. 1992 übernahm sie die Leitung des damaligen Frauenfilmfestivals Dortmund. Seit 2007 leitete sie das jährlich zwischen den Städten Dortmund und Köln wechselnde IFFF Dortmund | Köln. Sie prägte das Festival stark, führte u.a. 1991 die Sektion Filmbildung für Kinder und Jugendliche, 2001 den Preis für Nachwuchs-Bildgestalterinnen und 2005 den Preis für Spielfilmregisseurinnen ein, um nur einige Stationen ihres Wirkens aufzuführen. Das IFFF Dortmund | Köln dankt ihr für mehr als drei Jahrzehnte vertrauensvoller und konstruktiver Zusammenarbeit.

Silke J. Räbiger blickt ebenfalls auf eine intensive Zeit zurück und sieht die Zukunft des IFFF optimistisch:

"Nach mehr als 30 Jahren möchte ich mich als Festivalleiterin verabschieden und übergebe diese Aufgabe an meine Nachfolgerin, Maxa Zoller. Sie wird das Festival gemeinsam mit unserer langjährigen Geschäftsführerin Christina Essenberger und dem Team weiterführen. Dafür hat sie meine volle Unterstützung."

Maxa Zoller ist freie Filmkuratorin und Dozentin für Experimentalfilmgeschichte, -theorie und zeitgenössische Kunst. Zuletzt war Maxa Zoller Lehrbeauftragte an der American University in Kairo, wo sie sechs Jahre lebte.

"Mehr Geschichten von Frauen hören und sehen wollen, bedeutet ein Kino anstreben, das gesellschaftliche Relevanz besitzt. Was der deutschen Filmkultur fehlt, ist eine scharfe Selbstbefragung darüber, warum wir so sehr geschlechtertrennend arbeiten, denken, träumen und wie wir das ändern können. Wir brauchen einen Perspektivenwechsel — wer sagt was und wer hört zu?"

Maxa Zoller lehrte u.a. am Londoner Goldsmiths College, an der Kingston University und dem Sotheby’s Institute of Art. Ihr kuratorisches Interesse gilt dem trans-Genre Film, der zwischen Kunst und Kino feministische, postkoloniale und postsozialistische Themen behandelt. Sie organisierte Filmprogramme für das Locarno Film Festival, die Tate Modern und die South London Gallery und kuratierte die Einzelausstellung des Expanded Cinema Künstlers Anthony McCall im Amsterdamer EYE Film Museum. Seit 2014 ist sie Filmkuratorin der Art Basel.

Pressemitteilungen



vorherige News