Preisträgerinnen 2013!

(vlnr) Marnie Blok (Publikumspreis/JACKIE), Heddy Honigmann (Dortmunder Ehrenpreis Dokumentarfilm2013), Agnieszka Kurzydlo (Internationaler Spielfilmwettbewerb/In the name of...) (c) Julia Reschucha

IN THE NAME OF… erhält den mit 25.000 Euro dotierten Internationalen Spielfilmpreis für Regisseurinnen. Eine lobende Erwähnung geht an den niederländischen Film SNACKBAR von Meral Uslu.

In Dortmund ging am 14. April das Internationale Frauenfilmfestival Dortmund | Köln mit der Verleihung von insgesamt drei Preisen und Preisgeldern in Höhe von 36.000 Euro zu Ende. Den mit 25.000 Euro dotierten Preis für den besten Spielfilm einer Regisseurin erhielt IN THE NAME OF… (W imie…) aus Polen. Małgośka Szumowska greift in ihrem bildgewaltigen Film das Thema der Homosexualität unter Priestern auf und erzählt vom inneren Kampf eines moralisch integren Menschen, der sich vor Sehnsucht und Einsamkeit beinahe verzehrt.

Die internationale Jury – besetzt mit der Schauspielerin Marita Breuer (Deutschland), der Regisseurin Jocelyne Saab (Libanon) und der Kuratorin Marian Masone (USA) – begründete ihre Entscheidung wie folgt: „Ein mutiger Film, der in einer realistischen, spirituell durchwirkten Geschichte ein System hinterfragt, das Sexualität und Liebe keinen Raum gibt. Das intensive Spiel der präzise geführten Protagonisten verstärkt die humanistische Botschaft des Films.“

Das Preisgeld, das zwischen der Regisseurin (15.000 Euro) und dem deutschen Verleih (10.000 Euro) geteilt wird, nahm am Abend die Produzentin von IN THE NAME OF… Agnieszka Kurzydlo in Vertretung der Regisseurin entgegen.

Lobende Erwähnung Spielfilmwettbewerb

Der niederländische Spielfilm SNACKBAR von Meral Uslu wurde mit einer lobenden Erwähnung ausgezeichnet. Sie zeichnet mit dokumentarischen Mitteln eine intensive Milieustudie in einem Rotterdamer Vorortviertel. Die titelgebende Snackbar dient den marokkanischen Jugendlichen des Viertels als Zuflucht. Die Jury sah in SNACKBAR „einen Film, der in seinem Rhythmus aus aggressiver Energie und ruhigen, tief berührenden Momenten, einer Generation von Migranten, die wir so gerne überhören, eine Stimme verleiht.“

Publikumspreis

Nach Auszählung der letzten Stimmen stand fest: Der zweite niederländische Wettbewerbsbeitrag JACKIE von Antoinette Beumer konnte die Herzen des Publikums deutlich für sich gewinnen. Das Roadmovie erzählt das Treffen zweier Schwestern mit ihrer biologischen Mutter, einem kauzigen Althippie, die im tiefsten New Mexico in ihrem Camper lebt. Holly Hunter brilliert an der Seite von Carice und Jelka van Houten in der Rolle der Jackie. Drehbuchautorin Marnie Blok nahm den Preis am Abend im Empfang.

Dortmunder Ehrenpreis Dokumentarfilm

Der zum zweiten Mal verliehene Dortmunder Ehrenpreis Dokumentarfilm ging an die niederländische Filmemacherin Heddy Honigmann. Sie erhält den mit 10.000 Euro dotierten und von der Sparkasse Dortmund gestifteten Ehrenpreis für ihre Verdienste um den europäischen Dokumentarfilm. Sie nimmt die Ehrung am Abend persönlich in Dortmund entgegen. Die Laudatio hielt der ehemalige WDR-Redakteur Werner Dütsch.



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