Großer Erfolg der Veranstaltung YOU CANNOT BE SERIOUS in Berlin

(c) Birgit Kleber

Filminstitutionen und prominente Filmschaffende wie Julie Taymor, Jane Fonda, Barbara Albert, Xiaolu Guo and Isabel Coixet unterstützen die Initiative.

Während die Berlinale, die in diesem Jahr drei Filme von Regisseurinnen im Wettbewerb präsentierte, sich dem Ende näherte, kamen am Freitag, den 15. Februar, internationale Frauenfilmorganisationen, Filmschaffende und Pressevertreter_innen zusammen um den Status von Frauen in der Filmbranche zu diskutieren.

Initiiert wurde das Treffen unter dem Titel YOU CANNOT BE SERIOUS vom Internationalen Frauenfilmfestival Dortmund | Köln und dem Athena Film Festival New York. Die Resonanz auf dieses wegweisende Treffen in der NRW Landesvertretung war extrem groß. Die ausgebuchte Veranstaltung wurde von Filmschaffenden aller Gewerke besucht, darunter Regisseurinnen, Produzentinnen, Bildgestalterinnen, Drehbuchautorinnen & Festivalorganisatorinnen. 

Diskutiert wurden Strategien um das anhaltende Mißverhältnis zwischen filmschaffenden Männern und Frauen auszugleichen. Zu den wichtigen Schritten für die Zukunft zählen: 

* Die Erhebung von belastbaren nationalen Statistiken zum Anteil von Frauen in der Filmbranche

* Die Stärkung des öffentlichen Bewußtseins 

* Filmförderungen und Geldgeber sollen verstärkt für die Finanzierung von Frauen-Projekten gewonnen werden

* Mentorship-Programme für Frauen 

* Kampagnen gegen Rollen-Stereotypen und die Vorurteile gegenüber Filmen von Frauen.

* Initiierung von regelmäßigen Netzwerk-Treffen auf internationalen Filmfestivals 

Die Veranstalterinnen erhielten im Vorfeld zahlreiche Statements von prominenten Vertreter_innen der Filmbranche, darunter dem Leiter der Berlinale Dieter Kosslick: "Die Berlinale unterstützt Eure Bemühungen, sowie die aufgegriffenen Themen.” Die spanische Regisseurin Isabel Coixet, deren Film Yesterday Never Ends im Panorama der diesjährigen Berlinale zu sehen war, äußerte sich wie folgt: “Für einen Mann ist das Regieführen eine harte Herausforderung, für eine Frau gleicht es einem Lottogewinn.”

Weitere unterstützende Worte kamen unter anderem von den Filmemacherinnen Xiaolu Guo, Barbara Albert, Nancy Savoca, Icíar Bollaín, Lisa Gornick und Vanessa Ragones.

Mehr als 100 Frauen aus der Branche unterzeichneten weltweit einen offenen Brief um dem Treffen und seinen Inhalten ihre Unterstützung zuzusichern, dazu zählen Regisseurinnen wie Marion Hänsel, Barbara Kopple, Chris Hegedus, Angelina Maccarone, Keren Yedaya, Lana Wachowski und Patricia Rozema.

An der Diskussion YOU CANNOT BE SERIOUS nahmen Silke J. Räbiger, (Internationales Frauenfilmfestival Dortmund | Köln), Britta Lengowski (Film und Medien Stiftung NRW), Francine Hetherington Raveney (European Women’s Audiovisual Network), Tove Torbiörnsson (Swedish Film Institute), Kate Kinninmont (Women in Film & TV UK), Mariel Maciá (MICA, Network of Ibero-american Women in Film and Broadcasting) und Melissa Silverstein (Athena Film Festival) teil.

Einvernehmlich wurden beschlossen, Netzwerkaktivitäten zu stärken und auszubauen, um Frauen in der Filmbranche gezielt Informationen, Ressourcen und Best Practice-Beispiele zu liefern.  

Weitere Informationen werden in Zukunft u.a. auf der neuen Website des Internationalen Frauenfilmfestival-Netzwerks zur Verfügung gestellt: www.internationalwomensfilmfestivalnetwork.com



vorherige News