Thirst (Jajda)

Bulgarien 2015, 90', Spielfilm
Regie
Svetla Tsotsorkova
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Synopsis

"Jajda ist ein Film über die Art von Liebe, die kommt, wenn wir sie am wenigsten erwarten, [und] die uns dazu zwingt, Mensch zu bleiben."
Svetla Tsotsorkova

Auf einem Hügel irgendwo im Hinterland Bulgariens betreibt eine kleine Familie eine Wäscherei. Den langhaarigen, pubertierenden Sohn scheucht der herzkranke Vater Tag für Tag 4000 Stufen hinunter in das kleine Dorf. Die Mutter, eine stolze, aber überarbeitete Frau, nimmt die Wäsche aus den Hotels der Umgebung entgegen. Noch wehen die weißen Laken im Wind, doch die Wasserversorgung in der dürren Gegend oben auf dem Berg ist unbeständig und bedroht das Geschäft. Zur Lösung des Problems treffen ein Mann und seine 13-jährige Tochter ein – ein Brunnengräber und eine Wünschelrutengängerin. Während nach einer frischen Wasserquelle gesucht wird, lernen die beiden Familien sich kennen. Bald stellt sich heraus, dass es ein Bedürfnis gibt, das viel stärker ist als das nach Wasser. Es ist der Durst nach Liebe, der das Familiengefüge von Grund auf durcheinander bringt.
Svetla Tsotsorkova kombiniert Kammerspielelemente mit weiten Landschaftsaufnahmen und einem kunstvollen Umgang mit Licht und Schatten. Die minimalen Dialoge ihrer namenlosen Protagonist_innen – nur ein streunender Hund trägt einen Namen – verschmelzen mit der eindringlichen Darstellung gegenseitiger Beobachtung. Lichtdurchflutete Breitwandbilder sorgen für eine traumgleiche Atmosphäre. Eine leise trällernde, sparsam eingesetzte Flöten- und Gitarrenmelodie ist die einzige Musik dieses tranceartigen Films über eine Familie und ihre Rekonstituierung. Jajda feierte seine Weltpremiere beim San Sebastian International Film Festival 2015 in der Sektion New Directors.

Debüt-Spielfilmwettbewerb

Svetla Tsotsorkova
Bulgarien
2015
Spielfilm
2016
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