The Violators

Großbritannien 2015, 97', Spielfilm
Regie
Helen Walsh
Kontakt
Red Union Films, David Moores, David A. Hughes www.redunionfilms.com

 

Synopsis

Die 16-jährige Shelly lebt mit ihren Brüdern Andy und Jerome in einer Sozialwohnung in Cheshire. Sie ist den beiden mehr Mutter als Schwester. Der gewalttätige Vater sitzt im Gefängnis, die Geschwister haben eine traumatische Geschichte mit ihm. Mit kleinen Diebstählen verdient Shelly etwas Geld dazu, berauscht sich gelegentlich gegen die Trostlosigkeit ihres Alltags. Im Kredithai Mikey findet sie einen Sugar Daddy, der sie finanziell unterstützt. Rachel, ein Upperclass-Girl vom anderen Ende der Stadt, taucht aus dem Nichts auf, folgt Shelly mysteriöserweise und warnt sie vor Mikey. Da droht unerwartet die Entlassung von Shellys Vater aus dem Gefängnis. Die junge Frau gerät in Panik und sucht Schutz bei Mikey. Doch der will Gegenleistungen.

Während Helen Walsh von der Komplexität und Fragilität junger Sexualität erzählt, hält sie das Kräfteverhältnis ihrer Protagonist_innen beständig in Bewegung. Häufig nutzt sie die Handkamera, verzichtet auf künstliches Licht und bringt die Zuschauer nicht zuletzt auch mit ihrem feinen Gespür für Details (wie die heruntergekauten Fingernägel ihrer Hauptdarstellerin) dazu, Shellys triste Realität aus ihrer Perspektive wahrzunehmen. Das eindringliche, im postindustriellen Niemandsland angesiedelte Debüt erinnert an die Filme Andrea Arnolds.

Debüt-Spielfilmwettbewerb

Helen Walsh
Großbritannien
2015
Spielfilm
2016
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