Tempestad

Mexiko 2016, 105', Dokumentarfilm
Regie
Tatiana Huezo
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Synopsis

Eine junge Mutter wird gemeinsam mit einer Gruppe anderer Unschuldiger des Menschenhandels angeklagt und in ein Gefängnis verschleppt, das unter der Kontrolle des Golf-Kartells steht. ›Pagadores‹ heißen die Opfer, die für andere ihre Strafen abbüßen. Als solche gerät die Frau an einen Ort, an dem jede demokratische Kontrolle ausgesetzt ist und die Regeln der Kartelle gelten. Die Familien der Insassen zahlen immer wieder Geld für die Vergewisserung, dass ihre Familienmitglieder am Leben sind.

Als sie überraschend freigelassen wird, muss sie eine 2000 Kilometer lange Busreise auf sich nehmen, um nach Hause zurückzukehren. Die Regisseurin unternimmt die gleiche Reise vom Norden Mexikos bis tief in den Süden und zeigt Bilder von Busbahnhöfen, vorbeiziehenden Landschaften und wartenden Menschen. So wird die Geschichte um eine zweite erzählerische Dimension erweitert. Dabei könnte fast jedes Frauengesicht, das erscheint, der Stimme der Erzählerin im Voice-Over gehören.Willkürlich und alltäglich erscheint ihr Schicksal in der gewählten Form.

Der Film verfolgt zudem einen weiteren Handlungsstrang und erzählt parallel von einer Zirkusartistin, deren Tochter entführt wurde. So ist Tempestad beides: der intime Erfahrungsbericht zweier Überlebender und das bestechende Bild eines Landes im Griff der organisierten Kriminalität.

Fokus: Mexiko

Tatiana Huezo
Mexiko
2016
Dokumentarfilm
2016
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