Talk to Me (Mów do mnie)

Polen 2015, 45', Dokumentarfilm
Regie
Marta Prus
Kontakt
Krakow Film Foundation | www.kff.com.pl

 

Synopsis

Marta Prus: "Ich habe Angst, Einfluss auf Dein Leben zu nehmen. Es ist schön, dass ich Dir dieses Mal geholfen habe, aber die Frage ist: Will ich das, und werde ich Dir beim nächsten Mal auch helfen können?" Chris: "Wenn ich Dir glauben würde, dass ich es für mich selbst tue, hätte ich längst aufgegeben."

Eigentlich will Marta Prus einen Dokumentarfilm über die jungen Männer in dem Rehabilitationszentrum Monar in Warschau drehen. Es ist ein Ort, an dem die Zeit still zu stehen scheint, man redet viel miteinander, reflektiert sein eigenes und das Verhalten der anderen. Alle Patienten hier sind aus dem gleichen Grund da: Sie wollen loskommen von den Drogen.

Die junge Filmemacherin lernt den 21-jährigen Chris kennen, gewinnt schnell sein Vertrauen. Vier Jahre war Chris abhängig und ist nun dank der Therapeut_innen und geregelten Strukturen clean. Alles, was eine Überforderung bedeuten könnte, lässt ihn jedoch noch immer sofort an einen Joint denken. Nun ist er überfordert. Von seiner Zuneigung zur Filmemacherin, die ihm so viel Aufmerksamkeit schenkt. Es entsteht ein Liebesfilm.

Mów do mnie stellt im Rahmen der dokumentarischen Gattung die Frage schlechthin: Können Dokumentarist_innen sich auf die Rolle des Beobachters zurückziehen? Welche Verpflichtungen erwachsen aus dem besonderen Vertrauensverhältnis? Welche Art von Einflussnahme ist zulässig? Und wenn sie die Rolle eines Vertrauten, Gesprächspartners, Verbündeten anbieten, was heißt es, diese Beziehung nach Ende des Drehs aufzukündigen?

Panorama

Marta Prus
Polen
2015
Dokumentarfilm
2016
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