Elle s'appelle Sabine

Frankreich 2007, Dokumentarfilm, 85' | Regie, Buch Sandrine Bonnaire | Bildgestaltung Sandrine Bonnaire, Catherine Cabrol | Schnitt Svetlana Vaynblat | Ton Jean-Bernard Thomasson, Phillippe Richard | Musik Nicolas Piovani, Jefferson Lernbeye, Walter N´Guyen | Produktion Camille Rousselet

Synopsis
Sandrine: "Was bedeutet Liebe für dich?"
Sabine: "Sie macht mich glücklich."

Mit Elle s'appelle Sabine hat die französische Schauspielerin Sandrine Bonnaire ein einfühlsames Porträt über ihre Schwester gedreht, die seit ihrer Kindheit an Autismus leidet. Sandrine besucht die 38-jährige Sabine im Pflegeheim und begleitet sie durch den Alltag.
Die Liebe, die Sabine entgegen gebracht wird, kann man in diesem Film deutlich spüren, auch wenn die filmende Schwester nur selten vor die Kamera tritt. Immer wieder stellt Sabine die Frage, wann denn der nächste Besuch anstünde und ob der jetzige noch andauern würde.

Zugleich ist Elle s'appelle Sabine ein Film, der auch ein großes Stück vom privaten Leben der populären Schauspielerin preisgibt. Immer wenn alte Familienbilder die Aufnahmen im Pflegeheim unterbrechen, erzählt Sandrine ein kleines Stück Familiengeschichte, von den ersten Anzeichen der Krankheit, dem auffälligen Verhalten Sabines in der Schule oder den falschen Ansätzen zu helfen. Der Aufenthalt in einer psychiatrischen Klinik hat deutliche Spuren hinterlassen und, wie die Mutter eines Epileptikers aus dem Heim meint: "Die Schuld bleibt dir ein Leben lang. Auch wenn du weißt, dass du unschuldig bist."

Sabines größter Wunsch war es, nach Amerika zu reisen, und als dies noch möglich war, flogen die beiden Schwestern tatsächlich mit der Concorde nach New York. Am Ende möchte Sabine die Aufnahmen noch einmal sehen. Ob sie die Kamera ausschalten solle, fragt Sandrine. Nein, es seien Tränen des Glücks, antwortet Sabine.

 

Biographie
Sandrine Bonnaire wurde 1967 in Gannat, Frankreich, als eines von zehn Kindern einer Arbeiterfamilie geboren. Mit 16 Jahren spielte sie in A NOS AMOURS (AUF DAS, WAS WIR LIEBEN) von Maurice Pialat und erhielt dafür den französischen Filmpreis "César" als "Beste Nachwuchsdarstellerin". 1985 erlangte sie durch SANS TOIT, NI LOI (VOGELFREI) von Agnès Varda auch internationale Berühmtheit und bekam einen weiteren "César" sowie den "Los Angeles Film Critics Association Award". Heute ist Sandrine Bonnaire eine der bekanntesten und beliebtesten Schauspielerinnen Frankreichs. 2008 kommt die Flaubert-Verfilmung UN COEUR SIMPLE (Regie: Marion Laine), in der sie die Hauptrolle spielt, in die Kinos. Elle s'appelle Sabine ist ihr erster Film als Regisseurin.

Sandrine Bonnaire
Frankreich
2007
Dokumentarfilm
2008
Panorama