I Don't Belong Anywhere - The Cinema of Chantal Akerman

Belgien 2015, 67', Dokumentarfilm
Regie
Marianne Lambert
Kontakt
CBA – Centre de l'Audiovisuel à Bruxelles | www.cbadoc.be

 

Synopsis

Pionierin des feministischen Films, experimentelle Filmemacherin, Nomadin. Über vierzig Filme hat Chantal Akerman hinterlassen. Filme, mit denen sie das Kino neu erfunden hat.
In den frühen 70er Jahren geht sie mit Anfang Zwanzig nach New York, lässt sich beflügeln von der Welt des experimentellen Kinos, des Avantgarde- Tanzes und des Theaters. Mit dem Geld, das sie als Kassiererin in einem Pornokino abzweigt, realisiert sie ihre Filme Hotel Monterey und La chambre, stiehlt Filmrollen für die nächste Arbeit. Sie beschreibt ihre Karriere als planlos, geleitet allein von dem, was ihr Interesse weckt, voraussetzend, dass dies auch anderen gefällt. Ihre Mutter Natalia, die im Zentrum ihres Werkes steht, stirbt während der Dreharbeiten zu Lamberts Film. Zusammen mit den Eltern wurde sie nach Auschwitz deportiert – nur Natalia überlebte. Akerman bekennt ihre Sorge, nun nicht mehr viel zu erzählen zu haben. Viel von dem, was sie schuf, steht in Verbindung zum Trauma der Mutter.

Lambert begleitet Akerman an all die Orte, die sie während ihrer Reisen besuchte – von Brüssel nach Tel Aviv, von Paris nach New York. I Don’t Belong Anywhere zitiert viele von Akermans Filmen in Ausschnitten, darunter Jeanne Dielman – 23 Quai de Commerce, 1080 Bruxelles, mit dem sie 1975 Weltruhm erlang, oder die jüngere Arbeit Last Days (2015), die in Zusammenarbeit mit Gus Van Sant entstand. Akerman erklärt den Ursprung ihrer Filmsprache, Kollegen wie ihre Editorin Claire Atherton und Gus Van Sant beschreiben ihr exzeptionelles Verhältnis zur Filmzeit oder zum Schnitt.

Panorama

Marianne Lambert
Belgien
2015
Dokumentarfilm
2016
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