Tracing the Rope - Eva Hesse

USA/Deutschland 2016, 105', Dokumentarfilm
Regie
Marcie Begleiter
Kontakt
Real Fiction | www.realfictionfilme.de

 

Synopsis

Kunst an der Grenze zum Unbeherrschbaren zu machen, das war Eva Hesses Passion. Über zwanzig Gruppenausstellungen hatte sie für das Jahr 1970 geplant, das Magazin Artforum hatte sie für die Titelstory ausgewählt. Die 1936 in Deutschland geborene Künstlerin war eine der wenigen zentralen Frauenfiguren der New Yorker Kunstszene der 1960er Jahre, der die Aufmerksamkeit der Kritiker und der Käufer zuteilwerden sollte, bis sie im Mai 1970 an einem Hirntumor starb. Mit sechzehn Jahren geht Hesse nach New York und beginnt für das Magazin Seventeen zu arbeiten; sie liebt die Kunst, ist inspiriert, voller Vitalität. Sie besucht das renommierte Pratt Institute of Design und beginnt zu malen. Jede Einschränkung und Begrenzung abstreifend, malt sie gegen alle Regeln an. Heute kann ein Bild von ihr bis zu zehn Millionen US-Dollar kosten. Ihre Werke sind in den Sammlungen der großen Museen der Welt vertreten.

Marcie Begleiters Dokumentarfilmdebüt vertieft das Verständnis für Hesse als Künstlerin und Frau, deren Leben und Werk miteinander verschmolzen waren. Die intimen Tagebucheinträge Hesses, die der Narration ihren Geist verleihen, verwebt Begleiter mit einer beeindruckenden Fülle diversen Materials: der detailreichen Dokumentation Hesses letzter Ausstellung im Hamburger Bahnhof in Berlin, grobkörnigem Archivmaterial aus den 1940er, 50er und 60er Jahren, Interviews mit Lebenspartnern, engen Freunden, renommierten Galeristen und Kuratoren. Selbstironisch, klug und mit berührender Ehrlichkeit spricht Hesse von ihrem Anderssein, ihrer Einsamkeit, ergründet ihren künstlerischen Antrieb, beschreibt ihre Suche nach Ausdrucksformen, ihre Zweifel und Ängste, vor allem aber ihren Glauben an die Kunst.

Special

Marcie Begleiter
USA/Deutschland
2016
Dokumentarfilm
2016
1234567-> Sektion