Die Geträumten

Österreich 2016, 89', Spielfilm
Regie
Ruth Beckermann
Kontakt
AFC – Austrian Films | www.austrianfilms.com

 

Synopsis

"Ein Wort von Dir, und ich kann leben."
Ingeborg Bachmann

Beinahe 25 Jahre währte der wortgewaltige Briefwechsel zwischen Ingeborg Bachmann und Paul Celan, bis zu seinem Suizid im Jahr 1970. 260 Seiten stark, Spiegelbild einer rauschhaften, komplizierten und schmerzvollen Beziehung. In Die Geträumten lesen die zwei jungen Schauspieler Anja Plaschg und Laurence Rupp den Dialog der beiden großen Stimmen der deutschen Lyrik.
Bachmann ist 21 Jahre alt, Paul Celan 27, als sie sich im Nachkriegs- Wien kennenlernen, er Holocaust-Überlebender, sie die Tochter eines NSDAP-Mitgliedes. Für sie ist es die große Liebe ihres Lebens, und doch hört sie nie auf, in ihm den Fremden zu sehen, dessen Erfahrungen sie nie gemacht hat. Das Paar stößt an seine Grenzen, in einem Moment des Zweifels fragt sie: "Sind wir nur die Geträumten?"

Zwischen den Szenen im Tonstudio läuft die Kamera weiter, die Schauspieler treten aus ihren Rollen heraus, sprechen über die Briefe und andere Dinge wie Tattoos oder Musik, sie amüsieren sich, rauchen Zigaretten, streiten. An diesen Bruchstellen verschwimmen die Ebenen; sie transportieren die Idee von Beckermanns filmischem Konzept, für das sie zum ersten Mal mit Schauspielern zusammenarbeitet: Die Geträumten ist das Experiment, die Wirkung einer lyrisch verarbeiteten Liebesgeschichte aus der Feder von zwei der größten Dichter der deutschen Sprache im Heute zu untersuchen. Zusammen mit der Drehbuchautorin Inga Hartwig entwickelte Beckermann das Konzept, das Buch schrieben sie gemeinsam im Laufe eines Jahres. Die sprachliche Dichte der Textgrundlage und das kraftvolle Spiel von Laurence Rupp und Anja Plaschg, ihres Zeichens Sängerin der erfolgreichen Band Soap&Skin, korrespondieren mit der reduzierten Filmsprache.

Panorama

Ruth Beckermann
Österreich
2016
Spielfilm
2016
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