Was wir nicht sehen

Österreich 2014, 78', Dokumentarfilm
Regie
Anna Katharina Wohlgenannt
Kontakt
Plan C Filmproduktion, Claudia Wohlgenannt | www.plancfilm.com

 

Synopsis

»Die elektromagnetische Welt soll gar nicht erst bewusst werden. Da wird eine Desinformation betrieben. Man sagt: Es ist natürlich, dass alles kabellos ist, dass alles aus der Wolke kommt. Aber das ist doch absurd! Was da dahintersteckt – das will ich hörbar machen.«
Christina Kubisch


Am Anfang stand die Vision vom kabellosen, freien Informationsaustausch, der die gesamte Menschheit miteinander verbinden sollte. Heute ist diese Idee wahr geworden: Weltweit sieben Milliarden verkaufter Handys und kabellose Technologie lassen unsere modernen Metropolen im wahrsten Sinne des Wortes pulsieren.

Für viele ein Traum, doch nicht für alle. Bei manchen verursacht die Strahlung körperliche Schmerzen, und sie müssen davor fliehen. Anna Katharina Wohlgenannt begleitet in ihrem Film fünf Menschen unterschiedlicher Nationen, die eines vereint: sie alle sind elektrohypersensitiv, das heißt sie reagieren körperlich auf elektromagnetische Wellen und leben am Rande der vernetzten Gesellschaft. So zum Beispiel Clarissa, die die Strahlen nicht mehr aushält und sich ein Überkleid aus einem Abschirmstoff genäht hat, um ihre Einkäufe in der Stadt erledigen zu können. Oder Sosthène und seine Frau Catherine, die sich und ihre Kinder komplett abschirmen.
Die deutsche Klangkünstlerin Christina Kubisch schließlich ist nicht elektrohypersensitiv. Sie flieht nicht vor den Wellen, sondern im Gegenteil: sie jagt sie, sammelt sie. Sie ist Pionierin auf dem Gebiet der Sonifizierung von elektromagnetischen Feldern und hat spezielle Kopfhörer entwickelt, die die Wellen hörbar machen.

Im Museum Ostwall kann Christina Kubisch’s Electrical Walk »U« erkundet werden.

Anna Katharina Wohlgenannt
Österreich
2014
Dokumentarfilm
2015
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