Wandas Trick

Deutschland 1918, 44', Komödie
Regie
Dr. R. Portegg (Rosa Porten, Franz Eckstein)
Kontakt
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Synopsis

Eine junge Arbeiterin in einer Zigarettenfabrik macht sich Hoffnungen, den Direktor zu heiraten, aber er hat kein Interesse an einer ernsthaften Beziehung. Dann gewinnt sie in der Lotterie. Da die Fabrik kurz vor dem Bankrott steht, bittet der Direktor daraufhin um ihre Hand. Nun gibt sie ihm einen Korb. Dieser Gleichstand bildet den Anfang eines sehr unterhaltsamen Kompetenzspiels zwischen den beiden, in dem sie sich als eine loyale Partnerin mit erfolgreichen Marketingideen erweist. Er muss eingestehen, dass er sie unterschätzt hat.

Geld und Heirat sowie Klassenverhältnisse stehen auch hier in komplexer Beziehung zueinander, aber die Erzählung gibt der weiblichen Hauptfigur eine eher ernst-komische Note. So wird sie auch von Wanda Treumann gespielt: mit aufrichtiger Befremdung und Skepsis, mit würdiger Sensualität und mit non-konformistischem aber klugem Tatendrang und Eigensinn.
Der »ernste« Aspekt dieses Lustspiels wird unterstrichen durch die realistische Kulisse: Die Arbeit in der Zigarettenfabrik, ein Spaziergang durch die Straßen Berlins oder im Park, die Wohnung, in der Wanda mit ihrer Mutter lebt. So liegt der komische Aspekt ganz in der Handlung und der Beharrlichkeit der Hauptfigur.

Annette Förster

Dr. R. Portegg (Rosa Porten, Franz Eckstein)
Deutschland
1918
Kurzfilm, Stummfilm
2015
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