Les règles du jeu

Frankreich 2014, 106', Dokumentarfilm
Regie
Claudine Bories & Patrice Chagnard
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Synopsis

Lolita lacht nicht gern. Kevin hat keine Idee, wie er sich selbst am besten verkaufen könnte. Hamid mag keine Chefs. Sie sind zwanzig,mäßig ausgebildet und suchen Arbeit.

Drei Jahre nach Les Arrivants, ihrem Film über Asyl bewilligende Institutionen, blicken Claudine Bories und Patrice Chagnard ähnlich nachdrücklich in die Welt einer anderen marginalisierten Gruppe in ihrem Land. Der Film begleitet seine jungen, manchmal stoischen, manchmal schüchternen, immer charakterstarken Protagonist_innen sechs Monate lang bei ihren Bemühungen, einen Job zu finden. Alle wurden dazu veranlasst, sich von einer privaten Vermittlungsfirma unterstützen zu lassen.

Sie sollen für einen Arbeitsmarkt fit gemacht werden, der ihnen nichts zu bieten hat: Angemessenes Verhalten will man ihnen beibringen, das Äußere soll optimiert, die Sprache geschliffen werden. Ironische Zwischentitel nehmen vorweg, was im nächsten Kapitel geschehen wird: »Kevin rebels«, zum Beispiel.

In einer präzisen Auswahl aus 150 Stunden gedrehtem Material legt der Film die Regeln des modernen Arbeitsmarktes offen: Was nicht passt, wird passend gemacht – oder aussortiert. Der Film zeigt – gerade weil er so viele skurrile und menschliche Momente einfängt – eine Gesellschaft, die unfähig ist, mit ihren Jugendlichen umzugehen.

Claudine Bories & Patrice Chagnard
Frankreich
2014
Dokumentarfilm
2015
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