Lola auf der Erbse

Deutschland 2014, 90', Spielfilm
Regie
Thomas Heinemann
Kontakt
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Synopsis

Lola geht nicht mehr zum Friseur, sie mag auch ihren Hals nicht mehr waschen. Da hat ihr Vater ihr den letzten Kuss aufgedrückt, bevor er einfach verschwunden ist. Seitdem lebt die 10-Jährige allein mit ihrer Mutter auf ihrem Hausboot »Erbse«.
Eigentlich ist Lola ein fröhliches Mädchen, doch muss sie im Laufe des Films eine Menge schwieriger Herausforderungen bewältigen.

Ihre Mutter hat einen neuen Freund, aber Lola will noch lange nicht einsehen, dass dieser Kurt ihren Vater ersetzen soll. In der Schule ist sie eine Außenseiterin, die anderen Kinder ärgern sie, im Klassenzimmer sitzt sie allein. Bis Rêbin auftaucht – der neue Schüler – und ihr Banknachbar wird. Auch Rêbin meidet den Kontakt zu den anderen, er gefällt Lola. Seine Eltern haben nicht viel Geld, deshalb muss er nach der Schule arbeiten, und nach und nach erfährt Lola, dass seine Familie illegal in Deutschland ist – türkische Kurden, die nicht zuückkönnen in ihre Heimat, aber auch nicht so einfach in Deutschland bleiben dürfen. Als der Familie die Abschiebung droht, verlässt Lola ihre Traumwelt und beginnt, für ihren Freund zu kämpfen. Unterstützung erhält sie ausgerechnet von Kurt.

Ganz unaufdringlich erzählt Lola auf der Erbse von dem komplexen gesellschaftlichen Thema der Illegalität und stellt es auch für ein junges Publikum nachvollziehbar und verdaulich dar. Heinemann erzählt die Geschichte einer illegalen Einwandererfamilie nicht als Drama, sondern als Komödie. Das Interesse am Thema entwickelt sich dabei aus den Figuren heraus – wird Rêbin mit seiner Familie bleiben, und unter welchen Bedingungen ist das möglich?

Thomas Heinemann
Deutschland
2014
Spielfilm
2015
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