Het beste voor Kees

Niederlande 2014, 87', Dokumentarfilm
Regie
Monique Nolte
Kontakt
Selfmade Films, Jan de Ruiter | www.selfmadefilms.nl

 

Synopsis

»Liebe Monique, viele, die mich kennen, fragen sich, wie es mir geht. Antwort: nicht so gut. Ich hatte auf kühleres Wetter gehofft, das Gegenteil ist eingetreten. Hitze, überall Hitze, eine ganz üble Hitze.«

Kees Momma

Eine Schimpftirade abfeuernd, flucht Kees während einer Autofahrt, eine Atombombe solle man abwerfen über diesen Krauts − er meint die Deutschen. In höchste Besorgnis versetzen ihn die Bilder der Fernsehnachrichten, laute Geräusche kommen für ihn einem tätlichen Angriff gleich − unberechenbare Eruptionen können die Folge sein.

Kees Momma ist 49 und Autist, seit seiner Geburt lebt er bei seinen Eltern. Er ist ein sensitiver Mensch. Und ein Genie. Wenn es ihm zu laut wird, zieht Kees sich in das »Chalet« zurück, sein Refugium gleich neben dem Haus der Eltern, und perfektioniert dort sein schriftliches Japanisch, zeichnet Modelle oder spielt mit seiner Eisenbahn.

Ein weiterer Grund, ihm gern durch Monique Noltes zweiten Film über seinen Alltag zu folgen, ist ein noch selteneres Talent: Kees ist in der Lage, sich und sein Leben aus seiner Behinderung heraus zu reflektieren, und dies tut er mit beinahe literarischem Gestus und verstaubter, naiv-poetischer Sprache. Kees größte Angst ist der Tod der Eltern, die schon in ihren 80ern sind. Ohne diesen lebendigen Schutzwall gegen den Lärm und die Zudringlichkeiten der Außenwelt, so ahnt Kees, wird sein Leben ein anstrengendes, aufreibendes, ein lautes Leben. Auch seine Mutter denkt über diesen Moment nach. Sterbehilfe wäre etwas für ihn, erzählt sie.

Monique Nolte hat Kees Momma ünf Jahre lang begleitet. Ihr Film ist nicht nur ein vielschichtiges Porträt seines besonderen Lebens, sondern auch eine tiefblickende und ungezwungene Studie über altruistische Liebe, das Loslassen von Kindern und das Sterben der Eltern.

Monique Nolte
NIederlande
2014
Dokumentarfilm
2015
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