Eugène Gabana le Pétrolier

Frankreich 2014, 59', Dokumentarfilm
Regie
Jeanne Delafosse, Camille Plagnet
Kontakt
L’Atelier documentaire | www.atelier-documentaire.fr

 

Synopsis

Um Handys und SIM-Karten zu verkaufen, rattert Eugène durch die sandigen Straßen und Gassen von Ouagadougou, der Hauptstadt Burkina Fasos. Hier ist er ohne einen Cent in der Tasche, einer unter tausenden Jugendlichen, die sich durch einen von Armut gekennzeichnet Alltag schlagen.

Von seinen Freunden für seine Unabhängigkeit bewundert, ist es der Reichtum anderer, der Eugène fasziniert. Abends am Telefon versucht er, ein Date mit der Tochter eines stadtbekannten Geschäftsmannes zu ergattern, am Tag hat er gerade so viel verdient, dass es für das Abendessen und eine Tankfüllung für das geliehene Moped reicht. Und doch umgibt den Jungen, der kleiner ist als alle anderen Jungs seines Alters, etwas Heldenhaftes.Eugène ist ein Checker. Er sorgt allein für seinen Unterhalt. Immer auf der Lauer, steckt für ihn in jeder Situation ein Deal. So leiert er dem Vater eines Mitschülers das Schulgeld aus der Tasche, indem er sich mit verstellter Stimme als Schulleiter ausgibt – mit Provision – versteht sich.

Trotz kleinkrimineller Geschäfte hält Eugène sich aus düsteren Geschäften heraus. Es sind sein sprühender Geist und die Erfindungskraft, mit denen er begeistert. Und er schafft es, auch noch die Schule zu besuchen – in einem Land, in dem nur jedes zweite Kind die Grundschule abschließt. So schreibt der Protagonist dieser Alltagskomödie die Anleitung zum Überleben in einem der höchst verschuldeten Länder der Welt.

Dabei geht es Jeanne Delafosse und Camille Plagnet nie darum, die Armut auszustellen oder mit betroffener Miene Mitleid zu erwecken. Vielmehr liefern sie ein mitreißendes Porträt einer westafrikanischen Metropole – stets auf Augenhöhe mit ihrem Protagonisten.

Jeanne Delafosse, Camille Plagnet
Frankreich
2014
Dokumentarfilm
2015
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