Rock the Casbah

Frankreich/Marokko 2012, Spielfilm, 100’ | Regie, Buch Laïla Marrakchi | Bildgestaltung Pierric Gantelmi d’Ille | Schnitt Jennifer Augé | Musik Laurent Garnier, Rob | Darsteller_innen Morjana Alaoui, Nadine Labaki, Lubna Azabel, Hiam Abbass, Omar Sharif | Produktion Estrella, Pathé | Weltvertrieb Pathé International | Kontakt The Festival Agency

Sommer in Tanger. Eine Familie kommt nach dem Tod des Patriarchen für drei Tage in der Villa der Familie zusammen, um sich gemeinsam an ihn zu erinnern, den Verlust zu teilen und sich von ihm zu verabschieden, wie es die muslimische Tradition vorsieht. Für die Frauen heißt das, die Badeanzüge gegen eine Djellaba zu tauschen und das Haus für die opulente Beerdigung vorzubereiten. Die Arbeiten laufen auf Hochtouren, als die jüngste Tochter Sofia auftaucht, die seit Jahren in New York lebt. Sie ist Schauspielerin, doch beschränkt sich ihr Rollen-Repertoire auf islamistische Terroristinnen in amerikanischen Fernseh-Serien. Die Beerdigung gerät zur Abrechnung zwischen den Schwestern, die sich in verschiedenen Spielarten gegen die althergebrachten Normen des Vaters auflehnen. Mit bittersüßer Komik entwirft Regisseurin Laïla Marrakchi in Rock the Casbah das Stimmungsbild einer marokkanischen Oberschicht-Familie im Umbruch.

Biografie
Nach einer erfolgreichen Hochschulausbildung (Diplôme d’Etudes Ap- profondies, DEA) in Filmkunst und verschiedenen Regieassistenzen drehte Laïla Marrakchi 2000 ihren ersten eigenen Kurzfilm L’horizon perdu. Ihm folgten zwei Dokumentarfilme, bis sie 2002 auf dem Internationalen Festival des Französischen Films in Namur Deux cents dirhams präsentierte. Wie in all ihren Arbeiten thematisiert sie auch darin den Alltag in Marokko. Bekannt wurde Laïla Marrakchi mit ihrem ersten, langen Spielfilm Marock, der 2005 auf dem Festival de Cannes gezeigt wurde. Das IFFF Dortmund | Köln zeigte bereits L’horizon perdu, Deux cents dirhams und Marock.

Laïla Marrakchi
Frankreich/Marokko
2012
Spielfilm
2014
Panorama