Perfect Garden

Österreich 2013, Performance, 80’ | Regie, Buch Mara Mattuschka, Chris Haring | Bildgestaltung Josef Nermuth| Schnitt Mara Mattuschka | Ton Andreas Berger | Darsteller_innen Alexander E. Fennon, Simone Truong, Ian Garside, Thales Weilinger, Stephanie Cumming, Luke Baio, Rachel Odena, Ana Maria Nowak | Produktion Mara Mattuschka Minus Film, Chris Haring, David Zudersdorfer und Christoph Parzer NKED | Verleih sixpackfilm

In einem okkupierten Etablissement – einer Art selbstdefiniertem Subkosmos der Realität – vollzieht sich eine körperbetonte Suche nach Lust und Erfüllung. Frauen und Männer tanzen, begehren und interagieren. Ihr choreografiertes Körperspiel wird zur symbiotischen Verlängerung eines exzessiv hedonistischen Unterbewusstseins. Dazwischen: Ein Mafiaboss, der das Lokal zu übernehmen trachtet und den Sinn des Lebens findet.

Mara Mattuschka buchstabiert Chris Harings Tanz-Choreografien in erfindungsreichen Kameraeinstellungen filmisch aus. Perfect Garden ist eine Utopie, perfekt stilisiert.

Biografien
1959 in Bulgarien geboren, lebt Mara Mattuschka seit 1976 in Wien. An der Universität Wien studierte sie zunächst Ethnologie und Sprachwissenschaften, anschließend Malerei und Trickfilm an der Hochschule für Angewandte Kunst. 1990 schloss sie dort als Meisterschülerin von Maria Lassnig ab. Ein Arbeitsstipendium des Bundesministeriums für Unterricht und Kunst führte sie 1991 nach Prag. Seit 1994 ist sie Professorin für Freie Kunst an der Hochschule der Bildenden Künste in Braunschweig. Mara Mattuschka ist Mitglied der Austrian Filmmakers Coop und Vorstandsmitglied der österreichischen Sektion der Association Internationale du Film d'Animation (ASIFA Austria).

Der österreichische Choreograf Chris Haring wurde 1970 geboren und arbeitet mit internationalen Choreograf_innen und Gruppen zusammen – darunter das DV8 Physical Theatre, man act und Nigel Charnock aus England oder pilottanzt und Willi Dorner aus Österreich. Mit dem Medien-Künstler und Komponisten Klaus Obermaier entwickelte er Video-Tanz-Performances, die weltweit gezeigt wurden. Die wichtigsten Inspirationsquellen für seine Stücke sind Science Fiction und die Betrachtung des Körpers als kybernetische Landschaft. Als künstlerischer Leiter von Liquid Loft bespielte Chris Haring unter anderem den Österreichischen Pavillon auf der EXPO Zaragoza 2008. Mit Liquid Loft entstand 2010 auch die Arbeit Talking Head, die sich mit der Identifikation und der Selbstdarstellung in der gegenwärtigen Social-Media-Kultur beschäftigt.

Mara Mattuschka, Chris Haring
Österreich
2013
Dokumentarfilm
2014
Panorama