La sagrada de Cuba

Deutschland/Cuba 2014, Dokumentarfilm, 58’ | Regie Elke Margarete Lehrenkrauss | Bildgestaltung Christiane Buchmann, Elke Margarete Lehrenkrauss | Produktion Elke Margarete Lehrenkrauss in Kooperation mit der Kunsthochschule für Medien Köln und der EICTV Cuba

»Die Kuh ist das Symbol unseres Landes«, sagt der Hirte Luis. Wer in Kuba eine Kuh schlachtet, kann bis zu 30 Jahren Gefängnisstrafe bekommen. Ein veraltetes Gesetz aus den Zeiten Castros Revolution ist der Grund für diese fragwürdigen Verhältnisse. In kontemplativen Bildern zeichnet La sagrada de Cuba das Porträt eines Landes im Stillstand und erzählt anhand gefundener Geschichten kubanischer Kuhhirten von der ökonomischen Bedeutung des Tieres für die Insel jenseits der Revolution. Er berichtet von Kuh-Mafias und Schwarzmarktfleisch, Dieben und Verliebten, fleischfressenden Touristen und schlaflosen Hirten zwischen Hoffnung und Resignation.

Das IFFF Dortmund | Köln zeigt La sagrada de Cuba im Anschluss an den Film Rebecca von Bine Jankowski, der diesjährigen Gewinnerin des Nationalen Wettbewerb für Bildgestalterinnen in der Sparte Spielfilm.

Biografien
Elke Margarete Lehrenkrauss, geboren 1979, widmet ihr Schaffen dem Dokumentarfilm und der künstlerischen Fotografie. Sie studierte Film an der Kunsthochschule für Medien Köln sowie Videokunst an der Kunsthochschule Luzern (CH). Ihr Diplomfilm Romanze o.T. feierte 2013 seine deutsche Premiere auf dem DOK Leipzig. 2008 ging sie für ein Jahr an die Filmhochschule EICTV in Kuba, und war bis 2010 Stipendiatin der Studienstiftung des Deutschen Volkes. 2003 erhielt sie den Preis für neue Medien der Schweiz. Derzeit ist Elke Lehrenkrauss als Stipendiatin der nordmedia in Hannover zu Gast.

Christiane Buchmann studierte von 2004 – 2010 an der Fachhochschule Dortmund Design mit dem Schwerpunkt Film / TV Kamera. In dieser Zeit arbeitet sie bereits für das Fernsehen und für die Werbung. 2008 ging sie für ein Auslandssemester an die Filmhochschule (EICTV) in Havanna, Kuba. Dort dreht sie unter anderem den Film Efecto Dominó, der auf dem IFFF Dortmund | Köln für die beste Kamera nominiert wird. 2008 gründete sie mit anderen die Filmwiese Filmproduktion, 2010 entstehen zwei Dokumentarfilme in Tansania, darunter ihr Diplomfilm Sinema Porini. Ihr Masterstudium Kamera / Bildgestaltung absolviert sie anschließend an der Hamburg Media School. Ihr Abschlussfilm Dedowtschina feierte seine Premiere im Wettbewerb des Max Ophüls Preis 2013.

Elke Margarete Lehrenkrauss
Deutschland/Kuba
2014
Dokumentarfilm
2014
Wettbewerb Bildgestaltung