Exposed

USA 2013, Dokumentarfilm, 78’ | Regie Beth B | Bildgestaltung Dan Karlok | Schnitt Keith Reamer | Musik Jim Coleman, Beth B | Produktion B Productions, Schulberg Productions | Weltvertrieb Wide House

Exposed taucht ein in die Neo-Burlesque-Szene New Yorks. Beth B porträtiert acht innovative Performer, Meister ihres Fachs, die ihre Nacktheit auf der Bühne zelebrieren. Sie sprechen über die Selbstbemächtigung des Körpers, die Ablehnung jeglicher Zuschreibungen und den Wunsch nach Auflösung sexueller Binaritäten. Dabei überschreiten sie sexuelle Tabus und räumen mit moralischen, religiösen und sexuellen Konventionen auf. Mal satirisch, komödiantisch oder parodistisch – immer aber provozierend und oft schockierend, stellt jeder auf individuelle Art etablierte Vorstellungen von Normalität infrage. Beth B hat die Künstler_innen über mehrere Jahre bei Proben und Vorbereitungen, sowie in ihrem Privatleben und bei Auftritten begleitet. Vor und nach dem Screening zeigt die Künstlerin Bunny Love eine Neo-Burlesque-Show.

In Kooperation mit Schauspiel Dortmund.

Biografien
Beth B stieß Ende der 1970er Jahre mit Installationen und Super- 8-Filmen zur New Yorker Underground-Szene, nachdem sie 1977 ihren Bachelor an der School of Visual Arts gemacht hatte. Kontrovers und politisch in Ansatz und Inhalt, liefen ihre Filme wie Black Box, Vortex und The Offenders bei Max’s Kansas City an der Park Avenue, dem CBGB Club auf der Bowery in Manhattan oder im Film Forum. Ihre Arbeiten wurden außerdem vom Whitney Museum und Museum of Modern Art MoMA ausgestellt und angekauft. Ihre frühen Filme sind – zusammen mit Arbeiten von Jim Jarmusch und Amos Poe – Teil der Dokumentation Blank City (2010) von Céline Danhier. Ihre Filme und Kunstwerke sind außerdem Teil verschiedener Bücher und weiterer Dokumentationen, darunter No Wave – Underground 80: Berlin – New York (2009) von Christoph Dreher.

Bunny Love wuchs im schwül-heißen New Orleans auf, mit Bourbon in der Nuckelflasche und Bump n' Grind Music im Kopf. Schon als Kind wollte sie zum Theater und so ging sie bald nach New York, um Schauspiel und Tanz zu studieren. Nach dem gesamten szenischen Repertoire – von der Klassik bis zur Avantgarde – wurde ihr klar, dass ihr Weg eigene Produktionen für Bühne, Kino und Clubs sein würden. Bunny Love tritt regelmäßig in verschiedenen New Yorker Burlesque-Shows auf und zeigt Ihre Filme weltweit auf Festivals.

Beth B
USA
2013
Dokumentarfilm
2014
begehrt! - filmlust queer