Dilim Dönmüyor – Meine Zunge dreht sich nicht

Deutschland 2013, Dokumentarfilm, 92’ | Regie, Buch, Bildgestaltung, Ton, Produktion, Kontakt Serpil Turhan | Schnitt Eva Hartmann

»Dilim Doömüyor – Meine Zunge dreht sich nicht ist eine Spurensuche in die Vergangenheit und Gegenwart meiner Familie. In Fragmenten aus dem Leben von drei Generationen erzählt der Film von der schmerzhaften Trennung der Familie durch die Migration, vom Verschwinden ihrer kurdischen Identität und von der Suche nach Heimat.« Serpil Turhan

1973 immigrierten Serpil Turhans Eltern aus der Türkei nach Berlin. Über 30 Jahre kehrte ihre Mutter daraufhin nicht mehr in ihr anatolisches Heimatdorf Erzincan zurück. 2011 tritt die Tochter den umgekehrten Weg an und begleitet ihre Großeltern dorthin. Sie findet ein verlassenes Dorf vor, das nur noch in den Erinnerungen der Großeltern lebendig ist. Erstmalig erzählen sie ihrer Enkelin aus ihrer Kindheit. Es sind Geschichten aus einem Leben vor der Emigration. Wieder zurück in Berlin, begleitet Serpil Turhan den Alltag ihrer Eltern. Sie spricht mit ihnen über ihre Erlebnisse in Deutschland, ihre Erinnerungen an ihr Heimatdorf und warum sie nicht mehr Kurdisch sprechen. Dilim Dönmüyor beleuchtet den Alltag, die Gepflogenheiten und die Erinnerungen einer Familie zwischen zwei Welten.

Biografie
Die Schauspielerin und Regisseurin Serpil Turhan wurde 1979 in Berlin geboren und ist dort aufgewachsen. Nach einem Auslandsaufenthalt in England studierte sie Theaterwissenschaften an der Freien Universität Berlin und war Gasthörerin an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin dffb. 2006 ging sie an die Staatliche Hochschule für Gestaltung Karlsruhe und studierte dort Medienkunst. Dilim Dönmüyor ist ihr Abschlussfilm. Die Arbeit hinter der Kamera begann für Serpil Turhan bereits 2003 – als Regieassistentin bei Rudolf Thome und Erika von Moeller sowie mit eigenen Kurzfilmarbeiten. Als Schauspielerin war Serpil Turhan unter anderem in Filmen von Thomas Arslan, Rudolf Thome und Neco Celik zu sehen.

Serpil Turhan
Deutschland
2013
Dokumentarfilm
2014
begehrt! - filmlust queer