W Imié (In the Name of)

Polen 2012, Spielfilm, 96’ | Regie Małgoska Szumowska | Buch Małgoska Szumowska, Michał Englert | Bildgestaltung Michał Englert | Schnitt Jacek Drosio | Ton Maria Chilarecka, Krzysztof Stasiak | Musik Paweł Mykietyn, Adam Walicki | Darsteller_innen Andrzeij Chyra, Mateusz Kosciukiewicz und andere | Produktion Mental Disorder 4 | Verleih Salzgeber & Co Medien GmbH

»Ich fand die Liebe zwischen einem Priester und einem jungen Mann als Thema sehr interessant, habe mich aber sofort dagegen entschieden, einen Film über sexuellen Missbrauch oder Pädophilie zu machen. Hätte ich darüber einen Film gemacht, dann hätte man den Charakter verurteilen müssen. Ich wollte ihn aber verstehen und das Thema viel zarter und cleverer umsetzen, anstatt direkt die Katholiken, die Kirche oder die Priester anzugreifen. Ich wollte einen Charakter, der glaubwürdig ist, menschlich. Alle versuchen über fehlende Liebe und Einsamkeit zu sprechen, aber zwischen einem Priester und einem Mann ist das noch viel dramatischer, weil diese Liebe und speziell das homosexuelle Begehren vor Gott nicht erlaubt ist.«
Małgośka Szumowska

Adam, der sich erst als Erwachsener dazu entschieden hatte, katholischer Priester zu werden, wird in die polnische Provinz versetzt und arbeitet dort mit schwer erziehbaren Jugendlichen. Hier trifft er auf eine reine Männerwelt voller Testosteron, prügelnder und pöbelnder Heranwachsender, Alkohol und anderer verbotener Sachen.

Annäherungsversuche von Ewa lehnt er mit der Begründung ab, er sei schon vergeben. Doch es ist nicht nur dem Zölibat geschuldet, dass er Ewas Avancen nicht erwidert. Adam ist homosexuell und seine Entscheidung, Priester zu werden, war auch eine Flucht vor seiner eigenen Sexualität. Als Adam dann dem schweigsamen Lukas begegnet, fällt ihm seine selbst gewählte Enthaltsamkeit immer schwerer. Konfrontiert mit seiner Lust, erlebt Adam Momente innigen Glücks und tiefster Verzweiflung. W Imié erzählt von verwirrenden Gefühlen, von Verdrängung und Einsamkeit – aber auch davon, vielleicht doch noch zu sich selbst zu finden.


Biografie
MALGOSKA SZUMOWSKA wurde 1973 in Krakau geboren. Sie absolvierte die Filmhochschule in Łodz und drehte zunächst Kurzfilme und Dokumentationen. 2000 präsentierte sie mit Szczesliwy Czlowiek (Happy Man) ihren Debütfilm. Für 33 Sceny z Zycia (33 Szenen aud dem Leben) erhielt sie 2008 den Pardo d’argento.


Filme von Małgoska Szumowska (Auswahl)
Elles 2011 | 33 Sceny z Žycia (33 Scenes from Life) 2008 | A Czego Tu Sie Bac? 2007 | Mójtata Maciek 2005 | Solidarnosc, Solidarnosc … 2005 | Ono 2004 | Visions of Europe 2004 | Dokument …? 2001 | Szczesliwy Czlowiek (Happy Man) 2000 | Siedem Lekcji Milosci 1999 | Cisza 1998


Auszeichnungen für ›W Imié‹
Teddy Award, Bester Spielfilm, Internationale Filmfestspiele Berlin 2013



http://www.adticket.de/In-the-Name-of-Regiewettbewerb/Dortmund-RWE-Forum-|-Kino-im-U/13-04-2013_17-30.html

Małgośka Szumowska, Malgoska Szumowska
Polen
2012
Spielfilm
2013
Spielfilmwettbewerb