Très bien, merci

Frankreich 2007, Spielfilm, 102' | Regie, Buch Emanuelle Cuau | Bildgestaltung Bruno de Keyzer | Schnitt Jackie Bastide | Ton Emanuel Soland | Darsteller_innen Gilbert Melki, Sandrine Kiberlain, Oliver Cruveiller, Christophe Odent

Synopsis

Es fängt mit einer Zigarette an, die der unbescholtene und brave Alex sich kurz vor dem Ausgang der Metro anzündet. Von Kontrolleuren zur Rechenschaft gezogen, weigert er sich, die geforderte Strafe zu bezahlen. Auf dem Weg nach Hause wird er dann Zeuge einer Personenkontrolle. Er widersetzt sich der mehrmaligen Aufforderung weiter zu gehen, weil er es für sein gutes Recht als Bürger hält stehen zu bleiben. Daraufhin setzt sich ein erbarmungsloses und absurdes Räderwerk in Gang.
Alex wird verhaftet und in eine Ausnüchterungszelle gesteckt. Als er am nächsten Morgen nach einer Erklärung verlangt und darauf besteht, einen Vorgesetzten zu sprechen, wird er in eine psychiatrische Klinik abgeschoben. Dort wird er für mehrere Monate festgehalten und verliert schließlich seinen Job. Nach seiner Entlassung muss Alex die Erfahrung machen, wie schwer es nun ist, einen neuen Job zu bekommen. Bis ihm sein Freund Landier unter die Arme greift ...

Als leichte Komödie verkleidet, ist TRÈS BIEN, MERCI eigentlich ein politischer Film. Die kafkaeske (oder wie manche in Frankreich auch sagen: sarcokafkaesque) Geschichte beruht auf wahren Ereignissen. Emanuelle Cuau zeigt auf beunruhigende Weise, wie die individuellen Rechte sich im staatlichen Kontrollzwang auflösen und wie verhängnisvoll der Justizapparat das Leben von Menschen beeinflussen kann.

Biographie

EMANUELLE CUAU studierte Regie und Drehbuch an der Pariser Filmschule "La Fémis". Sie arbeitete als Autorin unter anderem mit Jacques Rivette und Pascal Bonitzer. 1993 entstand die Dokumentation DE TOKYO. 1995 realisierte sie mit CAROLE ihren ersten langen Spielfilm.

Emanuelle Cuau
Frankreich
2007
Spielfilm
2008
Panorama