C.K.

Niederlande 2012, Dokumentarfilm, 52’ | Regie, Buch Barbara Visser | Bildgestaltung Benito Strangio, Ton Peters | Schnitt Hinne Brower, Mario Steenbergen, Marieke Wijnen | Ton Joris van Ballegoijen de Jong, Kees de Groot, Pepijn Aben, Bouwe Mulder u.a. | Produktion, Weltvertrieb De Familie

Synopsis
»Was mich fasziniert, ist, dass Freiheit im Grunde eine Illusion ist. Ob Du nun Künstler, Buchhalter oder Verbrecher bist. Die Freiheit des Künstlers funktioniert nur, wenn er oder sie bereit ist, nach den Regeln zu spielen. Einige Künstler zeigen das deutlich, zum Beispiel Marc Bijl, der ein riesiges Tattoo auf dem Bauch trägt, das lautet: ›Dieser Bauch wurde ermöglicht durch den Fonds für Bildende Kunst, Gestaltung und Baukunst.‹ Ist das vielleicht die ultimative Freiheit, ein ziemlich nutzloses Statement auf dem Bauch zu tragen? Ist es deswegen nicht logisch, dass sich auch ein Buchhalter – oder jeder andere – nach dieser Freiheit sehnt?«
Barbara Visser

Am 3. März 2009 verschwand Clemens K., Finanzchef eines Amsterdamer Kunstfonds, mit 15,8 Millionen Euro und wurde seitdem nie wieder gesehen. Die Menschen in seinem Umfeld blieben schockiert zurück. Sie reagierten verwirrt, wütend, überrascht und betroffen. Mehr als die enorme Geldsumme, die er veruntreut hat, ist es der Verrat, der sie am tiefsten traf. Unerwartet und scheinbar aus dem Nichts hat Clemens K. damit auf der persönlichen wie auf der professionellen Ebene mit allen Konventionen gebrochen.

C.K. stellt das Klischee von der langweiligen Welt der Buchhalter und dem aufregenden Leben der Künstler auf den Kopf. Wo, wann und wie begann alles? Wie konnte es passieren, dass der pedantische Finanzmensch, der selbst unzählige Mahnungen und Verwarnungen an Künstler versandte, seine eigenen Bedürfnisse und Wünsche rechtfertigungslos umsetzte? Zu Wort kommen dazu in Barbara Vissers Dokumentation die, die Clemens K. zurückgelassen hat.


Biografie
Barbara Visser wurde in Amsterdam, Maastricht und New York zur Visuellen Gestalterin ausgebildet. Ihre Arbeiten – konzeptuelle Erzählungen aus Fotografie, Film, Text und Performance – spielen mit den Vorstellungen authentischer und konstruierter Identitäten. Barbara Visser hat an zahlreichen Kunstausstellungen teilgenommen und für ihre Arbeit internationale Preise gewonnen, darunter 2010 den Dokumentarpreis des Dutch Cultural Media Fund, den David Roell Preis (2007) und den Friedrich Vordemberge-Gildewart Preis (2000). C.K. ist ihr Regiedebut.

Barbara Visser
Niederlande
2012
Dokumentarfilm
2013
Fokus: Exzess