Fokus: Rund um den Balkan
Mit dem Zusammenbruch des Sozialismus, der Gründung neuer Staaten und politischer Systeme waren die letzten 20 Jahre für viele Länder Südosteuropas geprägt durch eine dramatische Phase des Übergangs. Die Nachwirkungen des traumatischen Krieges in Ex-Jugoslawien spielen nicht nur eine bedeutende Rolle für ganz Europa, sie sind auch das Thema zahlreicher Filme aus der Region. Denn Filmemachen auf dem Balkan ist zu mehr als einer kulturellen Angelegenheit geworden. Es bietet Möglichkeiten, einer neuen Identität Ausdruck zu verleihen, und wird als Forum für politische Auseinandersetzungen genutzt. Die einzelnen Filme sind dabei so vielfältig, dass nicht wirklich von einem einheitlichen Stil gesprochen werden kann. Es sind vielmehr einige gemeinsame Qualitäten, die den neuen Balkanfilm auszeichnen: eine gewisse Melancholie, die aus der Düsternis der Themen resultiert, die raffinierte Mischung aus dokumentarischen und fiktiven Elementen und ein ironischer, schonungsloser Blick auf das Missgeschick der Helden. Das IFFF Dortmund | Köln bietet in seinem Länderschwerpunkt den Filmemacherinnen des Balkans ein breites Forum und den Zuschauern einen einmaligen Überblick sowie die Möglichkeit, mit den Regisseurinnen ins Gespräch kommen.
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