Forbidden (Mamnou’a)

Ägypten, Spanien 2011, Dokumentarfilm, DigiBeta, Farbe, 67’ | Regie, Buch, Bildgestaltung Amal Ramsis | Schnitt Octavio Iturbe | Ton Nacho R. Arenas | Musik Mostafa Mohamed, Ahmed Younis | Produktion Morgana Productions | Weltvertrieb Amal Ramsis

»Als ich mit dem Drehen von Forbidden begann, lebten wir noch in einer Diktatur, die fast alle politischen Rechte und Aktivitäten verbot. Die Polizei und die repressive Staatsicherheit kontrollierten das ganze Land. Das Wort Forbidden war allgegenwärtig. Nichtsdestotrotz gab es eine ziemlich starke gesellschaftliche und politische Bewegung und genau das wollte ich mit meinem Film zeigen. Trotz aller Verbote sind wir auf unsere Weise fähig, Schranken zu durchbrechen. Aus diesem Grund entschied ich mich gegen den Versuch, eine Dreherlaubnis von der Filmzensur zu bekommen, und ich deklarierte diese Entscheidung in der Dokumentation als einen rebellischen Akt. Was ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste, war die Tatsache, dass die Revolution den finalen Punkt meiner Arbeit setzen sollte, indem sie just am letzten Drehtag begann. Damit veränderten sich die Aussage und die Richtung des Films radikal. Schließlich konnte man den Film plötzlich problemlos in Kairo aufführen. Gleichzeitig funktioniert er als historisches Gedächtnis der letzten Tage vor der Revolution, eine Tatsache, die ich so nicht geplant hatte.«
Amal Ramsis

 

Biografie
AMAL RAMSIS ist eine ägyptische Filmemacherin, die 1993 an der juristischen Fakultät in Kairo graduierte und anschließend drei Jahre als Juristin arbeitete. 1992 war sie Mitbegründerin des ägyptischen Frauenforschungszentrums Maan (gemeinsam). 2002 erhielt sie vom Spanischen Außenministerium ein Studienstipendium für das Fach Filmregie an der Septima Ars Filmschule in Madrid. Dieses Studium schloss sie 2005 ab. Mit Beginn des Studiums hatte sie begonnen, für eine Reihe von Zeitschriften und Magazinen – darunter das spanische Journal der Botschaft für Arabische Angelegenheiten – zu schreiben. Seit 2008 organisiert sie die Veranstaltung Caravan of Arab – lateinamerikanische Frauenfilme in Zusammenarbeit mit der spanischen Botschaft in Kairo und finanziert durch das spanische Außenministerium. Außerdem leitet sie eine Workshop-Reihe, die unter dem Namen »Schriftverkehr zwischen Frauen« bekannt ist. 2009 wählte die Arabisch Europäische Stiftung von Granada sie als Jahresstipendiatin für Literatur und Kunst aus. Im Lauf ihrer Karriere als Filmemacherin hat Amal Ramsis mehrere Kurzfilme und Dokumentarfilme gedreht.

 

Filme von Amal Ramsis (Auswahl)
Life 2008 | Just Dreams 2005 | Plató 2005 | Silence 2005 | Beirut Is on the Seaside 2002

 

Mittwoch, 18. April 2012, 16.00 Uhr, Filmforum, Ticket
Freitag, 20. April 2012, 18.00 Uhr, Kino im U (Dortmund)
, Reservierung
Samstag, 21. April 2012, 20.00 Uhr, Filmforum, Ticket

Amal Ramsis
Ägypten, Spanien
2011
Dokumentarfilm
2012
Fokus: Die arabische Welt