„Weder glatt noch gefällig“ – Porträt Maren Kroymann

Maren Kroymann
(© Jim Rakete)

„Solidarisch zu sein finde ich richtig. Ich lebe nicht gern verdruckst.“
Maren Kroymann

Maren Kroymann gehört zu den vielschichtigsten Künstlerpersönlichkeiten in der deutschen Unterhaltungslandschaft. Einem größeren Publikum wurde die gebürtige Tübingerin Ende der achtziger Jahre durch ihre Rolle in Oh Gott Herr Pfarrer bekannt. Als erste und einzige Frau im deutschen Fernsehen hatte sie mit Nachtschwester Kroymann von 1993-1997 eine eigene Satiresendung. Seitdem hat Maren Kroymann in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen mitgewirkt und dabei nicht nur im komödiantischen Fach überzeugt, zuletzt in Doris Dörries Serie Klimawechsel. Im von der Kritik hoch gelobten Kinofilm Verfolgt verkörperte sie 2006 eine Bewährungshelferin, die eine sadomasochistische Beziehung zu ihrem minderjährigen Schützling eingeht. Für diese Rolle wurde sie mit dem Darstellerpreis der Deutschen Filmkritik ausgezeichnet. Als scharfsinnige Satirikerin hat Maren Kroymann immer wieder gängige Rollenklischees aufs Korn genommen. Für ihr feministisches Kabarett (legendär ihr Programm Auf du und du mit dem Stöckelschuh) erhielt sie im Jahr 2000 den Berliner Frauenpreis. Neben ihrer Schauspieltätigkeit arbeitet sie regelmäßig als Sprecherin für Radiofeatures, Hörspiele sowie Hörbücher und ist seit 2000 zusammen mit ihrer Band mit dem Bühnenprogramm Gebrauchte Lieder unterwegs.

Im Gespräch mit der Journalistin Anne Siegel spricht Maren Kroymann über ihre Arbeit als Schauspielerin und präsentiert in Film-Ausschnitten Stationen ihrer Laufbahn. Im Anschluss an das Gespräch zeigen wir den Film Verfolgt, den Maren Kroymann als ihren wichtigsten Kinofilm für das Festival ausgewählt hat.

Tipp: Angelina Maccarone, Regisseurin von Verfolgt, ist am 17. 4. in einem Werkstattgespräch zu sehen und hören.

Gespräch und Film: Do 14. 4., 20 Uhr, Roxy