También la lluvia

Spanien/Frankreich/Mexiko 2010, Feature film, 105' Director Icíar Bollaín | Camera Alex Catalan | Screenplay Paul Laverty | Sound Emilio Cortés | Actor/Actress Luis Tosar, Gael García Bernal, Juan Carlos Aduviri, Karra Elejalde, Carlos Santos, Raúl Arévalo | Producer Juan Gordon Distributed by Wild Bunch

Synopsis

Sebastián ist ein idealistischer, ein wenig naiver Regisseur mit dem Plan, einen Film über Christoph Columbus zu drehen, der mit dem Mythos aufräumt, die westliche Zivilisation habe etwas dauerhaft Gutes nach Latein-Amerika gebracht. Stattdessen will er zeigen, was Kolumbus in Gang gesetzt hat: Gier nach Gold, Sklavenhandel und entsetzliche Gewalt gegen die Ureinwohner.
Sebastiáns Freund und Produzent Costa ist nur daran interessiert, dass der Film rechtzeitig fertig wird und im Budget bleibt. Deshalb produziert er ihn in Bolivien, dem ärmsten und »indianischsten« Land Lateinamerikas. Während der Dreharbeiten in der Stadt Cochabamba kommt es dort zu Unruhen, weil die örtliche Wasserversorgung an einen britisch-amerikanischen Konzern privatisiert wurde. In der Stadt eskaliert die Gewalt: 500 Jahre nach Columbus steht in Cochabamba die indianische Bevölkerung wieder mit Stöcken und Steinen einer hoch bewaffneten modernen Armee gegenüber. Diesmal geht es um das grundlegendste aller Lebensmittel: Wasser.

Icíar Bollaín verknüpft in También la lluvia drei Erzählstränge. Das Historiendrama nimmt Bezug auf die vergangenen geschichtlichen Ereignisse, der Wasserkrieg verweist auf die jüngere bolivianische Geschichte und die persönlichen Erfahrungen des Regisseurs Sebastián und des Produzenten Costa zeigen die Umstände und Entscheidungen, zu denen sie gezwungen sind.
También la lluvia liefert eine geschickt inszenierte Auseinandersetzung um die Aktualität kolonialer Mythen und die Realität heutiger gesellschaftlicher Kämpfe.

Biographie

Icíar Bollaín wurde 1967 in Madrid geboren und begann ihre Karriere in den 1980er Jahren als Schauspielerin. Sie spielte unter anderem die Hauptrollen in El Sur und Land and Freedom von Ken Loach, über den sie auch ein Buch veröffentlichte. Seit 1991 ist sie Teilhaberin der Produktionsfirma La Iguana. Dort war sie als Regieassistentin und Autorin an Dokumentarfilmen beteiligt, ehe sie 1995 mit ¿Hola, estás sola? ihr Spielfilmdebut realisierte. Internationale Kinoerfolge wie Flores de otro mundo (1999) oder Te doy mis ojos (2003) folgten.

Filme von Icíar Bollaín als Regisseurin
Mataharis 2007 | !Hay Motivo! 2004 | Te doy mis ojos 2003 | Amores que matan 2000 | Flores de otro mundo 1999 | ¿Hola, estás sola? 1995 | Los amigos del metro 1993 | Baja corazón 1992

Icíar Bollaín, Iciar Bollain
Spanien, Frankreich, Mexiko
2010
Spielfilm
2011
Wettbewerb Spielfilmregie