What’s going on? Fokus: Die arabische Welt

I Loved So Much
F/MAR 2005, Regie: Dalila Ennadre

What’s going on? Fokus: Die arabische Welt

Der Länderschwerpunkt fokussiert den Blick auf das filmische Schaffen von Regisseurinnen einer bestimmten Region. Ein Jahr nach dem Beginn des arabischen Frühlings widmet sich das Festival der Begegnung mit Filmemacherinnen aus Nordafrika und dem Nahen Osten mit Filmen, die in der Zeit vor den Aufständen entstanden sind. Die vielschichtige künstlerische Auseinandersetzung der Regisseurinnen in und mit ihren Gesellschaften gibt Einblick in Spannungsfelder und Widersprüche der arabischen Welt. Welche Geschichten erzählen arabische Regisseurinnen und wie sehen ihre Frauenfiguren aus?

In Filmen und Gesprächen versuchen wir, das Bild der arabischen Welt und arabischer Frauen einer Revision zu unterziehen. Aufstände sind kein neues Thema im arabischen Filmschaffen, vielmehr hat die öffentliche Filmproduktion in den arabischen Republiken oft mit revolutionärem Kino begonnen. Sich die eigene Geschichte anzueignen, ein selbstbestimmtes Leben zu führen und Bildhoheit zu erlangen, waren zentrale Aspekte jedes antikolonialen Kampfes. In diesem Sinne wurde Film als Waffe gegen Fremdbestimmung eingesetzt. Die algerische FLN und die palästinensische PLO hatten sogar Filmeinheiten, die im Rahmen des bewaffneten Widerstandes operierten. Allerdings scheiterten die Pläne, unabhängige Filmindustrien aufzubauen. Im Bereich des künstlerischen Films sind sämtliche Länder auf Koproduktionen mit Europa angewiesen.

Zum Download: der Flyer zum Fokus: Die arabische Welt


Das Filmprogramm:

I Loved so Much

Mamnou'a (Forbidden)

Marock

Salata Baladi

Samtu Al-Qusur (Das Schweigen des Palastes)

Schildkrötenwut

Shou amb bi sir? (What's Going On?)

Zakira Mathqouba (Perforated Memory)


Werkstattgespräch:

Voices from Exile - Werkstattgespräch Maysoon Pachachi


Das Programm „What’s going on? – Fokus: Die arabische Welt“ wurde von Irit Neidhardt, Betty Schiel und Sonja Hofmann kuratiert. Es entstand in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung und mit Unterstützung durch den Evangelischen Entwicklungsdienst.