6. Dortmunder Preis für Bildgestalterinnen geht an Eva Maschke und Hanne Klaas

Frauenzimmer

Gewinnerfilme werden beim Festival präsentiert

Knapp 30 Filme gingen ins Rennen um den 6. Dortmunder Preis für Bildgestalterinnen. Die dreiköpfige Fachjury – Sophie Maintigneux, Daniela Knapp und Stephanie Hardt – zeigte sich von der Qualität der eingereichten Dokumentarfilme beeindruckt und entschied, den Hauptpreis zu teilen und eine lobende Erwähnung auszusprechen.

Der mit 5.000€ dotierte Preis für die beste Bildgestaltung geht zu gleichen Teilen an Eva Maschke für den Film Frauenzimmer und an Hanne Klaas für den Film Ole.

Der Dokumentarfilm Frauenzimmer gibt Einblicke in die außergewöhnlichen Lebensgeschichten und den teilweise überraschend bürgerlichen Alltag dreier Berliner Prostituierte. Für die Jurorinnen trägt die beeindruckende Bildgestaltung von Eva Maschke dazu bei, die Würde und Schönheit der Protagonistinnen stets zu wahren. Die Kamera agiere selbstbewusst, ohne voyeuristisch oder wertend zu sein. Mit Ole wird ein sehr persönlicher und berührender Film ausgezeichnet. Hanne Klaas erzählt vom Suizid ihres Bruders Ole im Jahr 1991 und von den Auswirkungen dieses Freitods auf das Leben der Familie. Sie entwickelt eine konsequente und anspruchsvolle Bildgestaltung, die im Zusammenspiel mit der Tonebene eine emotionale Kraft entwickelt und Raum für eigene Gedanken lässt.

Eine lobende Erwähnung erhält die gebürtige Dortmunderin Maria Goinda für den Film Cartonera. Mit der Handkamera begleitet sie Kinder, die auf den Straßen von Buenos Aires Altpapier sammeln. Es gelingt ihr, eine Nähe zu den Kinder herzustellen und uns einen Einblick in deren Überlebensstrategien zu verschaffen.

Die drei prämierten Filme werden im Rahmen des Festivalprogramms präsentiert. Die Preisverleihung findet am 17. April 2011 in Dortmund statt.



vorherige News