Zum Tode von Rolf Breuer

Über 10 Jahre lang hat Rolf Breuer das Internationale Frauenfilmfestival begleitet. Er war für uns nicht nur ein kluger Berater und auf höchste Perfektion bedachter Filmvorführer, sondern auch ein humorvoller Kollege und Freund. Rolf war kompromisslos bis hin zur Halsstarrigkeit, aber immer offen für unkonventionelle und pragmatische Lösungen. Die digitale „Revolution“ im Kino wurde von ihm skeptisch aufgenommen. Doch auch hier machte er den Schritt und eignete sich die neue Technik mit der ihm innewohnenden Akribie an.

Von 2009 bis 2011 gab es eine besonders intensive Zusammenarbeit mit Rolf Breuer. Nur mit ihm gemeinsam konnten wir das neue „Kino im U“ planen, konzipieren und letztendlich auch wirklich auf den Weg bringen. Er war für uns ein rastloser, geduldiger und überaus kompetenter Begleiter in diesem schwierigen Entstehungsprozess, dafür schulden wir ihm tiefen Dank.

Rolf ließ nie locker, auch dort, wo andere schon längst aufgegeben hätten. Das war nicht immer bequem. Dennoch, Rolf im Team – in der Nähe zu wissen, hatte auf eine besondere Art und Weise etwas Beruhigendes, er war oft der Fels in der Brandung der stürmischen Festivalsee.

Am frühen Morgen des 5. August ist Rolf Breuer nach einem tragischen Motorradunfall ums Leben gekommen. Wir müssen diese unfassbare Nachricht tief erschüttert akzeptieren.



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