Frauenfilmfestivals produzieren Kurzfilme in Ankara

5. Juli 2008: Seit Montag ist in Ankara das EU-Kooperationsprojekt mit dem türkischen int. Frauenfilmfestival "Flying Broom" gestartet. Zehn TeilnehmerInnen aus Deutschland und der Türkeı werden bis Ende Juli zwei Kurzfilme ohne Dialoge zum Thema Zwangsheirat und Kinderehe realisieren.

Das IFFF Dortmund / Köln und das befreundete Festival "Flying Broom" (Fliegender Besen) hatten im Januar gemeinsam den Treatment-Wettbewerb ausgeschrieben.

Zwangsheirat und Kinderehe sind in vielen Teilen der Welt ein schwerwiegendes soziales wie kulturelles Problem. Viele Betroffene geraten in eine Situation, in der ihre Rechte auf Ausbildung, Gesundheit, Meinungsfreiheit sowie die Einhaltung ihrer sozialen Rechte nicht mehr gewährleistet sind. Flying Broom und das IFFF Dortmund / Köln haben daher gemeinsam mit der Unterstützung durch die Europäische Union dieses Kurzfilmprojekt initiiert, dessen Ziel es ist, das öffentliche Bewußtsein für dieses wichtige Thema zu schärfen.

Die GewinnerInnen des Wettbewerbs sind am Dienstag in Ankara eingetroffen: Damla Köle, Ayse Güler, Metin Akdemir, Sibel Ceren Sahin, Dogacan Onaran aus der Türkei und Maximilian Schach, Anne Kunze, Susan Gordanshekan, Janine Dittmann und Dennis Todorovich aus Deutschland.

Eine Jury hat aus den zehn Gewinnertreatments gestern zwei ausgewaehlt, die unter Anleitung von professionellen Trainern gemeinsam von allen Wettbewerbsgewinnern als Kurzfilme realisiert werden: ATME, ALMA ATME! von Dennis Todorovich und MEME (Brust) von Damle Köle.

Von deutscher Seite werden die Kölner Drehbuchautorin Bernadette Richter und die Berliner Regisseurin und Autorin Maren-Kea Freese die Arbeit betreuen. Aus Istanbul sind die Regisseurin Leyla Özalp und die Autorin Aylin Eren als Trainerinnen vertreten.

Die Kurzfilme werden in den Filmstudios der Bilge Production und MGA Production und der Umgebung von Ankara produziert. Produktionszeitaum ist der gesamte Juli 2008, die Filme werden voraussichtlich im Herbst diesen Jahres erstmalig in Ankara zu sehen sein. Die Filme werden auf internationalen Filmfestivals eingereicht. Gleichzeitig werden sie zu Aufklärungszwecken türkischen und deutschen Organisationen für ihre Arbeit zur Verfügung gestellt.

Projektleitung und Kontakt Deutschland: Stefanie Görtz (projekt@frauenfilmfestival.eu)



vorherige News