Prodigal Sons

USA 2008, Documentarfilm, 86' | Regie, Buch Kimberly Reed | Bildgestaltung John Keitel | Schnitt Kimberly Reed, Shannon Kennedy | Ton Travis Call, Cory Melious | Musik T. Griffin | Produktion Big Sky Film Productions Inc

Synopsis

"An example of superb documentary filmmaking, [...] no one could make this believable if it were fiction."
David Wiegand, San Francisco Chronicle

"Exceptional [...] you will never think of Rosebud the same way again."
Ed Gonzalez, Village Voice

Zwei Brüder in einer Kleinstadt in Montana: Paul ist erfolgreich und beliebt, Kapitän der Footballmannschaft, Redner auf der Abschlussfeier, ein gut aussehender Mädchenschwarm. Marc, der Ältere, wurde adoptiert. Er geht mit dem Jüngeren in dieselbe Klasse, weil er später eingeschult wurde, er schafft den High-School-Abschluss nicht. Mit 21 hat er einen schweren Unfall, er wird den Rest seines Lebens an den Folgen einer Kopfverletzung leiden. Es ist eine konfliktreiche Beziehung, vor allem Marcs Leben wird von der Rivalität der Brüder bestimmt.
20 Jahre später ist aus Paul Kimberly Reed geworden, die aus Anlass eines Klassentreffens nach Montana zurückkehrt - und um sich mit ihrem Bruder, zu dem sie zehn Jahre keinen Kontakt hatte, auszusöhnen. Marc ist noch immer in der alten Rivalität gefangen, doch auch sein Leben ändert sich: Er findet heraus, dass er ziemlich prominente Vorfahren hat.

Die Suche nach der jeweils eigenen Identität der Geschwister steht im Mittelpunkt dieses Films, der spannender und wendungsreicher ist als mancher Spielfilm. Auch für die Filmemacherin selbst: "Ich fing damit an, einen Film über meinen Bruder zu machen, der seine Abstammung entdeckt. Es war unbestreitbar eine große Geschichte, ein wahres Märchen. Da ich mich schuldig fühlte, dass mein Leben so einfach für mich gewesen war und Marcs nie, hatte ich die Vorstellung, indem man dieses wunderbare Märchen feiert, könnte man seinen Schmerz lindern. Ich dachte, ich würde einen Film über das zweite Kapitel in unser beider Leben machen. Ich konnte nicht ahnen, dass wir mit dem ersten noch gar nicht fertig waren."

Die Regisseurin wird ihren Film in Köln persönlich vorstellen.

Biographie

Kimberly Reed studierte Film an der University of California, Berkeley, und der San Francisco State University. Sie produzierte und führte Regie bei Reise-Dokumentationen und drehte den preisgekrönten Kurzfilm Views of My Father Weeping. Nach ihrer Geschlechtsangleichung verschwand sie aus ihrem alten Leben. Sie wurde Chefredakteurin des DV-magazines und viel zitierte Expertin für digitales Filmemachen. Prodigal Sons ist ihr erster abendfüllender Dokumentarfilm.

Kimberly Reed
USA
2008
Dokumentarfilm
2010
begehrt! - filmlust queer