Later We Care

Niederlande 2009, Dokumentarfilm, 53' | Regie, Bildgestaltung Claire Pijman, Piet Oomes | Schnitt Claire Pijman, Piet Oomes, Danniel Danniel | Ton Hugo Dijkstal | Musik Fonsa ten Velde | Produktion Stichting Docu Shot

Synopsis
"Sie nimmt das Leben, wie es kommt, und hat für jedes Problem eine Lösung."
Claire Pijman

Jeane Pijman van Ruyven, Ärztin und Mutter von fünf Kindern, zieht nach dem Tod ihres Mannes von Tilburg nach Amsterdam, um in der Nähe ihrer Töchter und ihrer Enkelkinder zu sein. Sie zieht zunächst bei Claire ein, später ein paar Häuser weiter, als in der Straße eine Erdgeschosswohnung frei wird. Claire und ihre Schwester versuchen, die Betreuung der Mutter, das normale Familienleben und den Beruf unter einen Hut zu bekommen.

Claire Pijman dokumentiert den Alltag während der letzten Lebensjahre ihrer Mutter. Deren Welt wird immer kleiner und ihr geistiger Zustand verschlechtert sich. Die Frau, die früher für jedes Problem eine Lösung hatte, erinnert sich nicht mehr genau, wie viele Jungen und wie viele Mädchen sie geboren hat. Alle bemühen sich, der Mutter ausgefüllte Tage zu bereiten. Doch die zunächst schöne Vorstellung die Mutter inmitten der Familie zu pflegen, erweist sich zunehmend als emotionale und organisatorische Herausforderung.

Later we care zeigt in genauen Beobachtungen berührend und ehrlich das Dilemma des Altwerdens und die Hilflosigkeit derer, die zurückbleiben.

 

Biographie
Claire Pijman studierte von 1985 bis 1990 an der Niederländischen Film- und Fernsheakademie in Amsterdam. Seit 1990 arbeitet sie als freischaffende Bildgestalterin und Regisseurin im In- und Ausland. Für die Tanzfilme R.I.P. und Wiped von Annick Vroom erhielt sie beim Dance on Camera Festival in New York 2000 und 2001 den Hauptpreis. Sie arbeitete u. a. mit Wim Wenders, Lars von Trier und Robby Müller.
Von 2000 bis 2004 war sie im Vorstand des Niederländischen Verbandes der Bildgestalter. 2007 war sie in der Jury des Nationalen Wettbewerbs für Bildgestalterinnen beim Internationalen Frauenfilmfestival Dortmund I Köln.
Seit 1994 hat Pijman bei acht Dokumentarfilmen Regie geführt. Bei dem Film Jermal, der im Jugendprogramm des Internationalen Frauenfilmfestivals Dortmund | Köln 2010 läuft, hat sie die Kamera geführt.

Piet Oomes studierte Dokumentarfilm und Schnitt an der niederländischen Film- und Fernsehakademie in Amsterdam. Er arbeitet als Autor, Regisseur und Cutter.

Claire Pijman, Piet Oomes
Niederlande
2009
Dokumentarfilm
2010
Panorama