Johanna sucht das Glück

Deutschland 2006, Spielfilm, 82' | Regie, Buch, Schnitt Marion Kainz | Bildgestaltung Marion Kainz, Bernadette Paassen | Ton Ansgar Frerich, Daniel Weis | Darsteller_innen Ulrike Ehrlichmann, Sophie Charlotte Linsel | Produktion Marion Kainz, im Auftrag von ZDF

Synopsis
Drei Jahre begleitete die Filmemacherin Marion Kainz die anfangs 13-jährige Johanna aus Berlin und hielt deren Sehnsucht nach Geborgenheit und Freiheit in einem Dokumentarfilm über den Aufbruch ins eigene Leben fest.
Johanna wurde im Jahr der Wende geboren. Ihre Kindheit ist vorbei – als der Film beginnt, ist sie 13 Jahre alt, die Pubertät ist da und ein Aufbruch kündigt sich an. Er beginnt damit, dass ihre allein erziehende Mutter eine neue Familie gründet: Sie ist von ihrem neuen Freund schwanger und dieser zieht in die gemeinsame Wohnung. Johanna wird bald eine Halbschwester haben, und nichts wird mehr sein wie vorher. Ihren eigenen Vater hat Johanna nie kennen gelernt.
Auf die Schule hat Johanna keine Lust mehr. Als sie die Schulpflicht endlich erfüllt hat, geht sie sofort ohne Abschluss ab. Die Warnungen ihrer Mutter und auch ihrer Freunde verunsichern sie nicht. Johanna folgt ihrer inneren Stimme. Verschiedene Formen des alternativen Lebens faszinieren sie. Sie zieht von Zuhause aus und bei einer Bekannten ein, aber das Zusammenleben hatte sich Johanna anders vorgestellt. So richtet sie ihr Basislager wieder bei der Mutter ein und sucht von dort aus weiter nach ihrem Glück. Auf einem Mittelaltermarkt holt sie sich eine große Dosis Mutterliebe bei einer Steinheilerin, sie singt "Hare Krishna" in bunten Gruppen und reist zu so genannten Rainbow-Festivals. Von einem Besuch im "Tal der Elfen" kehrt sie nicht nach Berlin zurück.

 

Biographie
Die Regisseurin, Drehbuchautorin und Kamerafrau MARION KAINZ wurde 1966 geboren. Nach einem Gaststudium in der Dokumentarfilmklasse an der Hochschule für Fernsehen und Film München studierte sie Kommunikationsdesign an der Universität Essen. Im Anschluss arbeitete sie als freiberufliche Fotografin, Kamerafrau und Cutterin. 2001 absolvierte sie ein Postgraduiertenstudium im Film-/Fernsehbereich an der Kunsthochschule für Medien Köln und ist jetzt als freie Filmemacherin tätig. Für ihren Dokumentarfilm Der Tag, der in der Handtasche verschwand (2000) erhielt sie u.a. den Adolf-Grimme-Preis .

Marion Kainz
Deutschland
2006
Spielfilm
2009
Fokus: Freiheit, Schulfilm