Himalaya, a Path to the Sky (Himalaya, le chemin du ciel)

Frankreich/Indien 2008, Dokumentarfilm, 65' | Regie, Buch, Bildgestaltung Marianne Chaud | Schnitt Francoise Berger | Ton Marianne Chaud, Thierry Delor | Musik Marianne Chaud, Olivier Bernet | Produktion Julie Rouyer

Synopsis
Die Gebäude des hochgelegenen buddhistischen Klosters Pukthal im äußeren nordwestlichen Teil des Himalaya kleben wie Schwalbennester an den Felsen. Unter den Mönchen, die hier leben, sind auch Kinder. Der achtjährige Kenrap wurde auf eigenen Wunsch im Alter von fünf Jahren von seiner Familie ins Kloster gebracht. Er glaubt, dass er in einem früheren Leben bereits Mönch war, und möchte auf diesem Weg fortschreiten.
Der Alltag im Kloster ist hart und karg. Die Kinder müssen Holz sammeln, Wasser holen, kochen, lernen, philosophieren und beten. Trotzdem sind sie ausgelassen und heiter. Einmal im Jahr, in der größten Kälte des Winters, pilgern die erwachsenen und die Kindermönche hinunter in die Dörfer, und beten um Schutz für die Dorfbewohner. Diese beschwerliche Wanderung ist eine Prüfung für die jungen Zöglinge, aber auch eine willkommene Abwechslung in der frei gewählten Monotonie des Klosterlebens. Außerdem sehen die Jungs ihre Familien wieder.
Die Kamera begleitet die Kindermönche wie in einem Tanz: Immer in ihrer Nähe und doch in gebührendem Abstand. Statt weihevoller Pilger begegnen uns fröhliche Rotzlöffel mit viel Herz und Verstand.

 

Biographie
Die Ethnologin Marianne Chaud wurde 1976 in Puy-Saint-Vincent in den Alpen geboren. Im Rahmen ihres Studiums an der École des Hautes Études en Sciences Sociales (EHESS), Paris, hielt sie sich unter anderem sechs Monate in der Region Ladakh-Zanskar auf und entdeckte die buddhistische Kultur des Himalaya für sich. Über die fotografische Dokumentation ihrer Reisen fand sie schließlich zum Film. Himalaya, le chemin du ciel ist ihr zweiter Dokumentarfilm.

Marianne Chaud
Frankreich, Indien
2008
Dokumentarfilm
2009
Fokus: Freiheit