Mommy Is At The Hairdresser's

Kanada 2007, Spielfilm, 99' | Regie Léa Pool | Bildgestaltung Daniel Jobin | Buch Isabelle Hébert | Schnitt Dominique Fortin | Ton Thierry Morlaas-Lurbe, Claude Beaugrand, Luc Boudrias | Musik Laurent Eyquem | Darsteller_innen Marianne Fortier, Céline Bonnier, Laurent Lucas, Gabriel Arcand, Hugo St-Onge-Paquin, Elie Dupuis

Synopsis
Es ist Sommer 1966. In einer kanadischen Vorstadtidylle verlieren drei Kinder ihre Mutter. Sie nimmt Hals über Kopf eine Stelle in London an, um von ihrem Mann wegzukommen, der sie betrogen hat. Coco lenkt sich mit der Konstruktion eines Superautos ab. Benoît, der Jüngste, zieht sich in seine eigene Welt zurück. Élise findet Trost in der Natur und bei dem stummen Monsieur Mouche. Da der Vater komplett überfordert ist, nimmt Élise nun das Ruder in die Hand und versucht die Familie wieder zusammen zu bringen.

Was diesen Kindern widerfährt, ist nicht das heutige Scheidungsdrama, das zwei Drittel aller Familien kennen. Es ist die kalte Katastrophe, die aus der liebevoll ausgestatteten Technicolor-Idylle herausbricht. Die Kanada-Schweizerin Léa Pool hat mit den Kinderdarstellern ein kleines Wunder geschaffen: Der Film ist komisch, tragisch, herzzerreißend und schamlos rührend, und dies oft in einer einzigen Einstellung.

Biographie
Léa Pool
wuchs in Lausanne auf. Im Jahr 1975 kam sie nach Kanada um das Filmhandwerk zu erlernen. Sie schloss das Studium in Montréal an der Université du Québec 1978 ab. Im schwarz-weißen Kurzfilm Strass Café (1980) führte sie Regie, schrieb das Drehbuch und produzierte ihn auch selber. Sie war in einigen Filmen auch als Darstellerin zu sehen. Während der 90er Jahre führte sie bei mehreren Dokumentarfilmen und Fernsehproduktionen Regie. Pools erster englischsprachiger Film war das Teenagerdrama Lost and Delirious (2001). 2004 entstand der Abenteuerfilm The Blue Butterfly (Das Geheimnis des blauen Schmetterlings) mit William Hurt. Viele Filme von Léa Pool waren bei internationalen Filmfestivals erfolgreich.

Léa Pool, Lea Pool
Kanada
2007
Spielfilm
2009
Spielfilmwettbewerb