Mahjong and Chicken Feet

China/Kanada 2008, Dokumentarfilm, 47' | Regie, Realisation Jacqueline Levitin

Synopsis
Eine Gruppe von Männern in einem kleinen Geschäft in Harbin, China: Offen sprechen sie über eine anwesende Frau mit Kamera, in der Annahme, sie verstünde kein Chinesisch, und ohne daran zu denken, dass ihre Kamera läuft. Später in Kaifeng, meilenweit südlicher, dringt die Frau mit der Kamera in die Häuser der Menschen ein, auf der Suche nach Spuren der 1.000 Jahre alten jüdischen Siedlung.
Die Eltern und Großeltern der Filmemacherin Jacqueline Levitin emigrierten aus Harbin in der Mandschurei nach Amerika. Sie kehrt nun zurück nach China, um nach den Wurzeln ihrer Familie zu suchen. Diese war Teil einer florierenden russisch-jüdischen Gemeinde, die sich auf der Flucht vor den zaristischen Pogromen in der Mandschurei angesiedelt hatte.
Diese gebildete, sich an Europa orientierende jüdische Gemeinschaft des 20. Jahrhunderts hatte keine Ahnung, dass es lange vor ihnen dort schon Juden gab - die vor 1.000 Jahren im Herzen des alten imperialistischen Chinas lebende Gemeinschaft der Kaifeng.

Biographie

JACQUELINE LEVITIN ist Filmemacherin, Medienkünstlerin, Filmhistorikerin. Ihr Werk umfasst experimentelle Arbeiten, Dokumentationen Spielfilme und seit einiger Zeit auch Live-Videoarbeiten mit Tänzern/Innen und TheaterkünstlerInnen. Jacqueline Levitin ist Mitherausgeberin von "Women Filmmakers: Refocusing", einer Sammlung aktueller Schriften von Filmemacherinnen, Kritikerinnen und Wissenschaftlerinnen.
Sie war Doktorandin der Filmwissenschaft an der "University Buffalo" und doziert in Film- und Medienwissenschaft an der "Schule für zeitgenössische Kunst" und der "Fakultät für Frauenstudien" an der "Simon Fraser University" in Vancouver.

Jaqueline Levitin
China, Kanada
2008
Dokumentarfilm
2008
Fokus: China