Einmal in der Woche schrein

DDR 1982, 17' | Regie, Buch Günter Jordan | Bildgestaltung Michael Lösche | Schnitt Dieter Körner, Hans-Jürgen Mittag | Ton Jürgen Abel | Musik Pankow

Synopsis
Sehen und gesehen werden: In diesem DDR-Film treffen sich Jungen und Mädchen auf dem Helmholtzplatz in Ost-Berlin. Man klönt, fährt Moped, schielt nach dem anderen Geschlecht. In Eigeninitiative planen sie in Willis Disko eine Party. Bei Schmalzstulle und Clubcola wird zusammen gefeiert und laut Musik gehört.
Das Lied „Einmal in der Woche schrein“ der Rockgruppe Pankow begleitet den Film. Sein Text spiegelt den Willen der Jugendlichen nach Selbstbestimmung und Freiheit wider: „Wer will an der Leine gehn, ich will selber denken, selber sehn.“ Das entsprach nicht der gängigen Auffassung, wie Jugendliche in der DDR dargestellt werden sollten, und der Film wurde verboten. Erst 1989, auf erneuten Antrag des Regisseurs, wurde er zugelassen.

 

Biographie
Günter Jordan wurde 1941 geboren. Nach dem Studium der Slavistik, Geschichte und Pädagogik absolvierte er ein Regie-Sonderstudium an der Hochschule für Filmkunst in Potsdam-Babelsberg. Von 1969 bis 1986 arbeitete er im DEFA-Studio, hauptsächlich in der Gruppe Dokumentarfilm für Kinder. Seit 1991 ist er freischaffender Filmemacher.

Günter Jordan
DDR
1982
Dokumentarfilm, Kurzfilm
2009
Schulfilm