We Went to Wonderland

Großbritannien/China 2007, Dokumentarfilm, 78' | Regie, Buch, Bildgestaltung Xiaolu Guo | Schnitt, Ton, Musik, Produktion Philippe Ciompi

Synopsis

Der alte chinesische Mann hat keine Stimme. Aber er schreibt Notizen:
"Das Wasser ist so gut im Westen."
"Die Blumen auf Karl Marx? Grab sind schon lange tot."
"Englische Züge gehen respektlos mit der Zeit der Leute um."
"Als Picasso starb, wurde meine Tochter geboren."

Er beobachtet die vorbeiziehenden Wolken, seine Frau schaut zum Parlamentsgebäude. Als er in den Vatikan spaziert, schwärmt seine Frau noch immer von den englischen Parks. Dies ist das erste, vielleicht auch das letzte Mal, dass sie China verlassen haben. Er möchte die Welt sehen, bevor er stirbt, aber sie hat Heimweh.
Guo Xiaolu nimmt die Reise ihrer alten Eltern in den Westen mit der Filmfunktion einer digitalen Fotokamera auf. In Schwarzweiß mit den minimalsten Mitteln gedreht, vermittelt der Film höchste stilistische Freiheit und Intimität.

WE WENT TO WONDERLAND zeigt eine philosophische Reise mit kulturellen Konflikten, persönlichenErinnerungen, Schatten der turbulenten chinesischen Vergangenheit, Eindrücken von der Bedeutung zweier Individuen in einer globalen Umgebung.
Wie der Tao-Meister Lao Tzu sagt: "Je weiter du gehst, desto weniger verstehst du."

Guo Xiaolus Kurzfilm ADDRESS UNKNOWN ist ebenfalls im "Fokus China" des Internationalen Frauenfilmfestivals Dortmund|Köln zu sehen.

Biographie

GUO XIAOLU wurde 1971 in einer kleinen Stadt am chinesischen Meer geboren. Mit achtzehn ging sie nach Peking, studierte dort an der Filmhochschule und schrieb fünf Romane. Im Jahr 2002 zog sie nach London.

Xiaolu Guo
Großbritannien, China
2007
Dokumentarfilm
2008
Fokus: China