Dixie Chicks, The: Shut Up and Sing

USA 2006, Dokumentarfilm, 93' | Regie, Buch Barbara Kopple, Cecilia Peck | Bildegestaltung Christine Burill, Joan Churchill, Seth Gordon, Gary Griffin u.a. | Schnitt Bob Eisenhardt, Jean Tsien u.a. | Ton Giovanni di Simone, Alan Baker | Musik The Dixie Chicks | Produktion Cabin Creek Films | Verleih CENTRAL FILM Verleih GmbH

Synopsis
Mit 30 Millionen verkauften Alben waren die Dixie Chicks die erfolgreichste Frauenband aller Zeiten. Bis Leadsängerin Natalie Maines im März 2003, als der Irak-Krieg bereits unausweichlich scheint, einen Fehler begeht: Sie lässt bei einem Konzert in London verlauten, sie sei beschämt, dass der Präsident George W. Bush ebenfalls aus Texas stamme.
Die eher beiläufig gemachte Aussage wird in den Vereinigten Staaten schnell zum Politikum und führt zu einer regelrechten Hexenjagd: Radio-Sender verbannen ihre Songs aus ihrem Programm, Fans verbrennen ihre CDs und boykottieren ihre Konzerte, der Sponsor ihrer Tournee lässt sie fallen, die Band erhält Morddrohungen.

Die beiden Regisseurinnen dokumentieren über drei Jahre, wie sich eine persönliche Meinungsäußerung zum politischen Skandal auswachsen konnte, in dessen Folge eine erfolgreiche Countryband öffentlich als „Landesverräter“ gebrandmarkt wurde.
Der Film zeigt auch, wie die Band – die anfangs noch versucht, das Gesagte zu relativieren – angesichts des Hasses, der ihnen entgegenschlägt, zusammenwächst und für die Freiheit der Meinungsäußerung einsteht. The Dixie Chicks: Shut Up and Sing ist ein medien-, kultur- und gesellschaftskritisches Zeitdokument mit Einblicken in das Band- und Privatleben der drei Musikerinnen und mitreißenden Konzertausschnitten.
Kopples Film Harlan County, USA ist im Hauptprogramm des IFFF Dortmund | Köln in der Reihe Unter Kontrolle zu sehen.

 

Biographie
Die Dokumentar- und Spielfilmregisseurin und Produzentin Barbara Kopple wurde 1946 in New York geboren. Sie studierte Klinische Psychologie an der Northeastern University. Berühmt wurde sie mit ihren Dokumentarfilmen Harlan County, USA (1976) und American Dream (1990), für die sie jeweils einen Oscar erhielt.

Cecilia Peck wurde 1958 als Tochter der Schauspiellegende Gregory Peck in Los Angeles geboren. Die Absolventin der Princeton University ist Schauspielerin, Produzentin und Regisseurin. Als Koproduzentin realisierte sie neben The Dixie Chicks: Shut Up and Sing gemeinsam mit Barbara Kopple die beiden Dokumentarfilme A Conversation with Gregory Peck (1999) und The Hamptons (2002), eine vierstündige Doku-TV-Serie.

Barbara Kopple
USA
2006
Dokumentarfilm
2009
Schulfilm