UPA! Una pelicula argentina

Argentinien 2007, Spielfilm, 90' | Regie Tamae Garateguy, Santiago Giralt, Camila Toker | Buch Eva Bär, Tamae Garateguy, Santiago Giralt, Camila Toker | Bildgestaltung Tamae Garateguy, Santiago Giralt, Camila Toker | Schnitt Eva Bär | Ton Pablo Gamberg, Guillermo Picco | Musik Tomi Lebrero | Darsteller_innen Santiago Giralt, Camila Toker, Tamae Garateguy

Synopsis

Ein Regisseur, eine Schauspielerin und eine Produzentin wollen einen argentinischen Film (una pelicula argentina) drehen. Nachdem sie Geld aus einem europäischen Filmfonds ergattert haben, drehen sie Tandil/Tromsö, ein Schwarzweiß-Drama, in dem die Protagonisten die meiste Zeit angestrengt in den Himmel sehen. Bei den Dreharbeiten geht so einiges schief und die Freundschaft der drei wird auf eine harte Probe gestellt.

UPA! UNA PELICULA ARGENTINA zeigt argentinisches Kino, wie man es bisher noch nicht kannte. Die Filmemacher hatten genug von langweiligen argentinischen Standardfilmen, in denen einsame Männer stundenlang durch die Gegend laufen und angestrengt in den Himmel sehen, und von den klischeebeladenen Erwartungen des Auslands an den argentinischen Film. Stattdessen drehten sie eine Komödie über das Filmemachen, das erdachte Making-Of eines Films, der nie produziert wird, weil es zu viele Hindernisse gibt: fehlendes Geld, unzuverlässige Helfer, Drehgenehmigungen, die widerrufen werden, ein zugekokster, übergeschnappter Regisseur ...

Der echte Film, entstand ohne Fördergelder. Das Ergebnis ist ein aus der Not geborener Dogma-Stil mit schneller, unruhiger Kameraführung. Eine Ästhetik, die das Thema des Films unterstreicht: das schwierige Unterfangen, in einem Land Filme zu drehen, in dem kaum Geld dafür zur Verfügung steht. Argentinien hat 12.000 FilmstudentInnen bei 40 Millionen Einwohnern (in Deutschland sind es nur 2.000 bei 80 Millionen Einwohnern!). Die meisten argentinischen Jung-RegisseurInnen und ProduzentInnen bemühen sich um Unterstützung von Filmfonds und Festivals im Ausland, weil nur wenige zur Verwirklichung ihrer ersten Projekte auf die staatliche Filmförderung zählen können.

"Die Mittel werden von Festivals vergeben, die bestimmte Bilder aus Argentinien erwarten. Bilder, die mit der Krise zu tun haben, mit der Armut, mit den Landschaften der Dritten Welt. Und wenn man ein Drehbuch schreibt, sagt man sich: Nein, das erfüllt sicher nicht die Erwartungen dieses oder jenes Festivals in Europa, und man fängt an, die Geschichte anzupassen."
Santiago Giralt

Biographie

Die jungen argentinischen Filmschaffenden EVA BÄR, TAMAE GARATEGUY, SANTIAGO GIRALT, CAMILA TOKER schlossen sich im April 2006 zur Gruppe "UPA Films" zusammen, um UPA! UNA PELICULA ARGENTINA zu drehen. Der Film wurde ein Überraschungserfolg im In- und Ausland. Mittlerweile realisierten die vier gemeinsam weitere Filmprojekte, darunter einen Pilotfilm für das argentinische Fernsehen und mehrere Videoclips.

Tamae Garateguy, Santiago Giralt, Camila Toker
Argentinien
2007
Spielfilm
2008
Panorama