There Once Was An Island: Te Henua e Nnoho

Guinea/Neuseeland/USA 2010, Dokumentarfilm, 80' | Regie, Buch Briar March | Produktion Lyn Collie, On The Level Production | Vertrieb Journeyman Pictures

Synopsis

»Die Takuu Bewohner haben uns klar gesagt, dass sie glauben, keine Stimme zu haben und wir hoffen, dass wir ihnen mit diesem Film eine Stimme geben können.«
Briar March

Der Meeresspiegel steigt langsam aber sicher unaufhaltsam. Immer wieder wird die polynesische Insel Takuu überspült, und Teloo, Endar und Satty erleben die Katastrophe des Klimawandels am eigenen Leib. Sie und ihre Familien müssen wählen: Verlassen wir die Insel und riskieren das Sterben unserer über tausend Jahre alten Kultur, oder bleiben wir und setzen unser eigenes Überleben aufs Spiel?
Gemeinsam mit Teloo, Endar und Satty legen der Ozeanograf John Hunter und der Geomorphologe Scott Smithers die Situation vor Ort offen. Was sie finden, ist eine Gemengelage ökologischer und gesellschaftlicher Verwerfungen, die nicht erst seit der Flut auf Takuu einwirken: Die Bewohner leben in großen Clans, betreiben Subsistenzwirtschaft und pflegen die einzigartige Kultur und die Sprache ihrer Ahnen. Die Jugend aber lernt englisch, studiert auf dem Festland und strebt nach westlichen Standards: Sie will Müllentsorgung, Telefonleitungen und Internetanschlüsse. Gleichzeitig versalzen die Felder und die Hauptnahrungsquelle – die Wasserbrotwurzel – wird knapp. Sie ist auch Teil vieler traditioneller Zeremonien, für die sie nun nicht mehr verwendet werden kann. Der Sand, den die Einheimischen zum Schutz vor drohenden Fluten aufschütten, fehlt auf dem Inselrücken und verschlimmert das Problem der Erosion, anstatt es zu lösen. Die Flut hinterlässt Chaos und Krankheiten.
There Once Was An Island: Te Henua e Nnoho folgt den Familien bei der Entscheidung, was schwerer wiegt: Zukunft oder Tradition. Teloo, Endar und Satty erlauben dem Betrachter einen Blick in ihr Leben und lassen ihn im Zusammenspiel der Kräfte die eigene Position hinterfragen.

Biographie

Briar March ist Dokumentarfilmerin und Fulbright-Stipendiatin. Fasziniert von polarisierenden Themen und angetrieben von Umwelt- und Menschenrechtsthemen sind ihre Filme zwar unterschiedlich im Stil, aber immer begründet in dem Wunsch zu kommunizieren. There Once Was An Island: Te Henua e Nnoho ist Briars Marchs neuestes Projekt. Sie führte außerdem Regie bei dem Dokumentarfilm Allie Eagle and Me sowie bei einer Reihe von Musikvideos, Magazinberichten und Werbesendungen. Sie arbeitete eng mit der Filmemacherin Annie Goldson zusammen, besitzt mit ihr die Produktionsfirma On the Level Productions und absolviert derzeit einen Master of Fine Arts-Studiengang an der Standford University in Kalifornien.

Filme von Briar March
Promenade 2010 | Sick Wid It 2010 | Michael and His Dragon 2010 | Departure and Return 2006 | Allie Eagle and Me 2004

Briar March
Guinea, Neuseeland, USA
2010
Dokumentarfilm
2011
Fokus: Was tun