Themba – Das Spiel seines Lebens

Deutschland/Südafrika 2010, Spielfilm, 108' | Regie Stefanie Sycholt | Bildgestaltung Egon Werdin | Buch Stefanie Sycholt | Darsteller_innen Nat »Junior« Singo, Emmanuel Soqinase, Anisa Mhlungula, Anelisa Phewa, Jens Lehmann | Produktion Michael und Ica Souvignier, Josef Steinberger, Brigid Olën | Verleih alpha medienkontor GmbH

Synopsis

Der elf jährige Themba lebt mit seiner Mutter Mandisa und seiner jüngeren Schwester Nomtha in armen Verhältnissen in einem kleinen Dorf im Eastern Cape. Er liebt Fußball und nutzt jede Gelegenheit, um mit seinem besten Freund Sipho zu kicken wie Zidane, Ronaldo oder der südafrikanische Star Andile Khum. Bei einem Jugendturnier wird der Leiter der All Star Academy, John Jacobs, auf den talentierten Themba aufmerksam – ein Zusammentreffen, das ihm später das Überleben ermöglichen wird. Denn seine Mutter verliert ihren Arbeitsplatz und muss nach Kapstadt ziehen, um dort Geld zu verdienen. Die Kinder sind von nun an Luthando, dem unberechenbaren Lebensgefährten der Mutter, ausgesetzt. Themba kann dessen Übergriff auf seine Schwester gerade noch verhindern, wird aber selbst Opfer einer Vergewaltigung. Er flieht mit seiner Schwester zur Mutter und muss feststellen, dass sie an Aids erkrankt ist. Themba gelingt es, mit seinem Fußballtalent und Jacobs' Kontakten die Familie zu ernähren. Als Nachwuchsspieler der Nationalmannschaft Bafana Bafana legt er in seiner ersten Pressekonferenz ein erschütterndes Bekenntnis ab: Er hat ebenfalls Aids, infiziert durch Luthando. Das kann in Südafrika, dem Land mit einer der höchsten Aids-Infektionsraten der Welt, das Ende aller Träume bedeuten.
An Originalschauplätzen in Südafrika gedreht, spielt sich vor der wunderschönen Landschaft ein familiäres Drama ab, das aber auch zeigt: selbst in scheinbar ausweglosen Situationen gibt es noch Möglichkeiten zum Aufbruch.
Der Film beruht auf dem gleichnamigen Roman von Lutz van Dijk.

Biographie

Stefanie Sycholt , geboren 1963 in Pretoria, studierte Politische Wissenschaft, Anglistik (bei Nobelpreisträger J. M. Coetzee) und Filmtheorie an den Universitäten von Natal und Kapstadt. Sie war in der Anti-Apartheid-Studentenbewegung tätig und arbeitete als Media Officer der National Union of South African Students. 1990, nachdem sie Nelson Mandelas Welcome Home Rally in Durban filmte, ging sie nach München, um an der Hochschule für Fernsehen und Film zu studieren. Stefanie Sycholt ist mit einem argentinischen Filmemacher verheiratet und hat einen Sohn. Sie arbeitet zwischen Deutschland, Südafrika und Argentinien.

Filme von Stefanie Sycholt
Gwendolyn (TV) 2007 | Malunde 2001 | MBUBE – Die Nacht der Löwen 1998

Stefanie Sycholt
Deutschland, Südafrika
2010
Spielfilm
2011
Schulfilm