Tapp und Tastkino

Österreich 1968, Experimentalfilm, Dokumentarfilm, 2' | Regie Valie Export | Buch Helmut Dimko | Darsteller_innen Valie Export, Peter Weibel

Synopsis

„Nach meinem Auftritt in Wien stand am nächsten Tag in der Zeitung, dass man angenommen habe, es gäbe keine Hexen, aber anscheinend gibt es sie doch. Früher konnte man sie verbrennen, aber man kann ja die Valie Export nicht anzünden.“ Valie Export Valie Exports Tapp und Tastkino ist eine Expanded Cinema-Aktion: Ein vor ihre Brust geschnallter Kasten mit Vorhang, durch den Mann oder Frau beide Hände stecken kann und Valies Busen ertasten. Bei der erstmaligen Präsentation auf der 2. Maraisiade – Junger Film 1968 in Wien kam es, ebenso wie bei einer späteren Vorführung in Essen, zu Tumulten. Der Film zeigt eine Vorstellung in München am Stachusplatz, begleitet von einer provokanten Rede Peter Weibels. Tapp und Tastkino ist Teil des Kurzfilmprogramms Performanz der Körper Feministische Avantgarde 60er/70er Jahre.

Biographie

Nach vier Jahrzehnten aktiver künstlerischer Arbeit gilt Valie Export auch in ihrer Heimat Österreich als eine der bedeutendsten Protagonistinnen der Medienkunst. In den 80er und 90er Jahren hatte sie mehrere Gastprofessuren in Europa und den USA, seit 1995 ist sie Professorin für Multimedia-Performance an der Kunsthochschule für Medien Köln.

Valie Export
Österreich
1968
Experimentalfilm, Dokumentarfilm
2009
Fokus: Freiheit