Tangerine

Marokko/Deutschland 2008, Spielfilm, 95' | Regie Irene von Alberti | Bildgestaltung Birgit Möller | Darsteller_innen Sabrina Ouazani, Nora von Waldstätten, Naima Bouzid, Alexander Scheer | Produzentin Irene von Alberti

Synopsis

In Tanger, dem Tor zwischen Europa und der islamischen Welt, wird die junge Marokkanerin Amira von ihrer Familie auf die Straße gesetzt, weil sie lieber Tänzerin werden will, als verheiratet zu werden oder als Dienstmädchen zu arbeiten. Sie findet Unterschlupf in der Wohnung von Freundinnen, die ihren Lebensunterhalt als Prostituierte in den Bars von Tanger verdienen. Pia und Tom, Musiker aus Deutschland, lernen Amira in einer Diskothek kennen. Pia beobachtet Amira fasziniert beim Tanzen und lädt sie an ihren Tisch ein. Die beiden befreunden sich, doch Amira hat auch Augen für Pias Freund Tom. Es entspinnt sich eine vielschichtige Dreiecksbeziehung in der Geld und Lügen eine Rolle spielen. „Offiziell gibt es keine Prostitution in arabischen Ländern, das Thema ist nach wie vor absolut tabu, aber jeder weiß trotzdem um ihre Existenz. Mich interessiert die Definition von Prostitution und die Grauzone darin: Wann prostituiert sich ein Mädchen? Wann ist ein Geschenk eine Bezahlung? Geht es um Luxus oder um die Sicherung der Existenz? Ich habe lange in Marokko gelebt und gearbeitet und mich über die immer wiederkehrenden Missverständnisse gewundert, die zwischen Europäern und Marokkanern entstehen. Vieles liegt an verschiedenen Definitionen von Begriffen wie Freundschaft, Treue, Besitz oder Lügen. Um die70sen Missverständnissen auf die Spur zu kommen, habe ich die Geschichte dieser Dreiecksbeziehung aus beiden Perspektiven erzählt, der deutschen und der marokkanischen.“ Irene von Alberti Die Filmzeitschrift film-dienst präsentiert Tangerine im Rahmen ihrer Kooperation mit dem Internationalen Frauenfilmfestival Dortmund I Köln. Das anschließende Gespräch mit der Regisseurin Irene von Alberti moderiert Horst-Peter Koll.

Biographie

Irene von Alberti, geboren 1963 in Stuttgart, arbeitete bereits während ihres Studiums der Medientechnik seit 1984 als freie Kameraassistentin und Kamerafrau, etwa bei dem Fernsehspiel Marocain von Elfi Mikesch, und führte bei diversen Musik-Clips Regie. 1988 begann sie ein Studium an der Hochschule für Fernsehen und Film München (HFF). Seit ihrem Studienabschluss im Jahr 1992 produziert sie mit ihrer neu gegründeten Produktionsfirma Filmgalerie 451 eigene Spielfilmprojekt

Irene von Alberti
Marokko, Deutschland
2008
Spielfilm
2009
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