Al duma - Imra'ah min Dimashq (Dolls - A Woman from Damascus)

Dänemark/Syrien 2008, Dokumentarfilm, 53' | Regie, Buch, Schnitt Diana El Jeiroudi | Bildgestaltung Joude Gorani | Ton Dahna Abou Rahme | Musik Nareg Abajian | Produktion Proaction Film, Final Cut Productions

Synopsis
"Ich kann ihr meine größten Geheimnisse erzählen und sie sind sicher bei Fulla. Fulla, Fulla, sicher bei Fulla."
Offizieller Fulla Song

Fulla ist das erfolgreiche arabische Pendant zu Barbie. "Der Traum jedes arabischen Mädchens" (Werbetext) ist ein Verkaufsschlager und bedient, wie Barbie im Westen, perfekt ein traditionelles Frauenbild. Ihr Gebetsteppich ist rosarot, ihre Bestimmung, eine folgsame Ehefrau zu werden.
Menal lebt in Damaskus in einem traditionellen Milieu. Sie ist verheiratet und hat zwei Töchter. Sie hat eine gute Ausbildung und Berufserfahrung. Sie möchte wieder arbeiten gehen, Hausfrau und Mutter zu sein, ist ihr nicht genug. Sie verfolgt dieses Ziel beharrlich. Auch wenn sie sich dafür die Moralpredigten ihrer Mutter anhören muss. Auch wenn sie Streit mit ihrem Mann bekommt, weil sie bei einem Job eine viertel Stunde länger im Büro bleiben muss.
Parallel zu Menals Kampf um Unabhängigkeit zeigt Dolls - A Woman from Damascus Fullas unaufhaltsamen Aufstieg, der nicht zuletzt ihrem Marketingmanager zu verdanken ist. Und so hat Fulla sich längst über den Fernseher Zugang in Menals Wohnzimmer verschafft, wo sich ihre kleinen Töchter von Fullas ewigem Lächeln hypnotisieren lassen.

Deutsche Premiere

 

Biographie
Diana El Jeiroudi, Jahrgang 1977, wuchs in Damaskus und Bagdad auf. Sie studierte Englische Literatur an der Universität Damaskus und arbeitete zunächst im Marketing. Sie ist Mitgründerin von Proaction Film, der einzigen unabhängigen Filmproduktionsfirma in Syrien, die syrische und internationale Filme produziert. Seit 2008 ist sie eine der Organisatorinnen des von Proaction Film gegründeten syrischen Dokumentarfilmfestivals DOC BOX.

Diana El Jeiroudi
Dänemark, Syrien
2008
Dokumentarfilm
2010
Panorama